{"id":14950,"date":"2018-09-10T12:09:07","date_gmt":"2018-09-10T11:09:07","guid":{"rendered":"http:\/\/www.gannahall.de\/?page_id=14950"},"modified":"2019-11-25T15:27:52","modified_gmt":"2019-11-25T14:27:52","slug":"stellungnahme-zu-netzpropaganda","status":"publish","type":"page","link":"http:\/\/www.tiuwari.de\/index.php\/semnonenbund\/stellungnahme-zu-netzpropaganda\/","title":{"rendered":"Stellungnahme zu Netzpropaganda"},"content":{"rendered":"<p>[fusion_builder_container hundred_percent=&#8220;no&#8220; equal_height_columns=&#8220;no&#8220; menu_anchor=&#8220;&#8220; hide_on_mobile=&#8220;small-visibility,medium-visibility,large-visibility&#8220; class=&#8220;&#8220; id=&#8220;&#8220; background_color=&#8220;&#8220; background_image=&#8220;&#8220; background_position=&#8220;center center&#8220; background_repeat=&#8220;no-repeat&#8220; fade=&#8220;no&#8220; background_parallax=&#8220;none&#8220; parallax_speed=&#8220;0.3&#8243; video_mp4=&#8220;&#8220; video_webm=&#8220;&#8220; video_ogv=&#8220;&#8220; video_url=&#8220;&#8220; video_aspect_ratio=&#8220;16:9&#8243; video_loop=&#8220;yes&#8220; video_mute=&#8220;yes&#8220; overlay_color=&#8220;&#8220; video_preview_image=&#8220;&#8220; border_size=&#8220;&#8220; border_color=&#8220;&#8220; border_style=&#8220;solid&#8220; padding_top=&#8220;&#8220; padding_bottom=&#8220;&#8220; padding_left=&#8220;&#8220; padding_right=&#8220;&#8220;][fusion_builder_row][fusion_builder_column type=&#8220;1_1&#8243; layout=&#8220;1_1&#8243; background_position=&#8220;left top&#8220; background_color=&#8220;&#8220; border_size=&#8220;&#8220; border_color=&#8220;&#8220; border_style=&#8220;solid&#8220; border_position=&#8220;all&#8220; spacing=&#8220;yes&#8220; background_image=&#8220;&#8220; background_repeat=&#8220;no-repeat&#8220; padding_top=&#8220;&#8220; padding_right=&#8220;&#8220; padding_bottom=&#8220;&#8220; padding_left=&#8220;&#8220; margin_top=&#8220;0px&#8220; margin_bottom=&#8220;0px&#8220; class=&#8220;&#8220; id=&#8220;&#8220; animation_type=&#8220;&#8220; animation_speed=&#8220;0.3&#8243; animation_direction=&#8220;left&#8220; hide_on_mobile=&#8220;small-visibility,medium-visibility,large-visibility&#8220; center_content=&#8220;no&#8220; last=&#8220;no&#8220; min_height=&#8220;&#8220; hover_type=&#8220;none&#8220; link=&#8220;&#8220;][fusion_text columns=&#8220;&#8220; column_min_width=&#8220;&#8220; column_spacing=&#8220;&#8220; rule_style=&#8220;default&#8220; rule_size=&#8220;&#8220; rule_color=&#8220;&#8220; hide_on_mobile=&#8220;small-visibility,medium-visibility,large-visibility&#8220; class=&#8220;&#8220; id=&#8220;&#8220;]<\/p>\n<p>Nachtrag vom 20.11.2019<\/p>\n<p>Man mag es kaum glauben, doch es gibt immer noch \u201eAltlasten\u201c des, im Anschluss an diesen Text beschriebenen, \u201eAnti-Gannahall-Propagandafeldzuges\u201c, die, teilweise schon mehrere Jahre alt, sich unserer Wahrnehmung bislang erfolgreich entzogen.<br \/>\n\u00c4rgerlicherweise sind es oft Fremde, die uns auf diese aufmerksam machen, was die Frage mit sich bringt: \u201eWer hat das noch gelesen, eventuell geglaubt und uns nicht gefragt ob auch wirklich stimmt was da steht?\u201c.<br \/>\nEin uns erst k\u00fcrzlich bekannt gewordenes Beispiel ist folgender Fall, welcher nicht nur hinsichtlich seines mutma\u00dflichen Wirkungsgrades besorgniserregend ist, sondern zudem in seiner Ausf\u00fchrung an Dreistigkeit kaum zu \u00fcberbieten.<\/p>\n<p>Im Sommer dieses Jahres wurde ich auf eine Publikation des \u201eMuseumsverband des Landes Brandenburg (Hg.)\u201c namens \u201eEntnazifizierte Zone?\u201c aufmerksam gemacht und zwar von einem Kunden meines Studios!<br \/>\nDieses, schon 2014 erschienene Buch mit dem Untertitel \u201eDer Umgang mit der Zeit des Nationalsozialismus in ostdeutschen Stadt- und Regionalmuseen\u201c, ist offenbar seit Erscheinungsdatum auch auszugsweise im Netz lesbar. Darunter auch die Ausf\u00fchrungen eines gewissen Herrn Wilking, der mit einer derartigen Menge an fantasievollen Konstruktionen und falschen Behauptungen auftrumpft, dass es alles bisher Geschriebene in den Schatten stellt.<\/p>\n<p>Nun stellt sich nat\u00fcrlich als erstes die Frage, was hat unser Projekt \u201eHistorisches Dorf Gannahall\u201c in einer solchen Publikation verloren?<br \/>\nNun wissen wir seit einigen Jahren, dass unsere Berufung und die Nutzung des mehrfach publizierten Grabungsplanes der germanischen Siedlung von Nauen-B\u00e4rhorst, welcher erstmals Mitte der drei\u00dfiger Jahre des letzten Jahrhunderts erstellt wurde, in der Vergangenheit schon des \u00d6fteren f\u00fcr negative Aufmerksamkeit sorgte. Nicht zuletzt durch den Missbrauch dieser Grabung durch die NS-Propagandamaschinerie, insbesondere durch Heinrich Himmlers pers\u00f6nliche Mission namens \u201eAhnenerbe\u201c. Ebenso oft jedoch wurde durch uns erkl\u00e4rt, dass es uns bei der Auswahl dieses Grabungsplanes um nicht mehr oder weniger ging, als darum, die bestm\u00f6glichst dokumentierte Siedlungsanlage der r\u00f6m. Kaiserzeit zu nutzen \u2026 und zwar ironischerweise deswegen, um schon im Planungsstadium m\u00f6glichst wenig Fehler zu machen und folglich somit weniger Anlass zu fachlicher Kritik zu geben.<br \/>\nDass daraus zuk\u00fcnftig Probleme entstehen w\u00fcrden, hatte zu dieser Zeit noch niemand von uns auf dem Schirm, zumal die Bedeutung des Missbrauchs des Germanenthemas durch die NS-Diktatur des so genannten \u201eDritten Reiches\u201c uns erst bei sp\u00e4teren Recherchen in den Folgejahren klar wurde. Allerdings stellte dieser Umstand auch danach f\u00fcr uns nicht mehr dar als eine bedauerliche Randerscheinung.<\/p>\n<p>Doch \u00fcber Mutma\u00dfungen zu einer Verbindung der NS-Prestigegrabung von Nauen-B\u00e4rhorst und unserem Projekt \u201eHistorisches Dorf Gannahall\u201c schie\u00dfen die Aussagen in diesem Buch um Lichtjahre hinaus!<br \/>\nIn dessen letztem Kapitel, \u201eMuseen, Geschichte und rechte Milieus \u2013 Fallbeispiele aus Brandenburg\u201c spinnt Herr Wilking seine eigene Version zur Geschichte unseres Projektes, des Vereins und auch meiner Person zusammen. \u00a0Seine auf wenige Seiten komprimierte Fantasy-Story strotzt nicht nur vor unwahren Behauptungen, sondern stellt zudem den bisherigen Gipfel kommunikationsmanipulativer Schreiberei dar.<\/p>\n<p>Eine sachlich-objektive Behandlung und Darstellung des Themas kann jedenfalls an keiner Stelle festgestellt werden, was vor allem deshalb zumindest merkw\u00fcrdig erscheint, weil sich schon nach kurzer Recherche zu Person Dirk Wilking ermitteln l\u00e4sst, dass dieser nicht nur ein \u201eMobiles Beratungsteam gegen Rechtsextremismus\u201c betreibt, sondern zudem auch f\u00fcr das \u201eAmt f\u00fcr Verfassungsschutz\u201c der Bundesrepublik in beratender Form t\u00e4tig zu sein scheint.<br \/>\nWelche R\u00fcckschl\u00fcsse sich aus der Beratert\u00e4tigkeit derart unseri\u00f6s arbeitender Menschen unter Umst\u00e4nden auf die Arbeit des Verfassungsschutzes ableiten lassen, \u00fcberlasse ich an dieser Stelle der Fantasie der Leser, was ganz im Sinne Wilkings sein d\u00fcrfte, entspricht es doch offenbar genau seiner Arbeitsweise.<br \/>\nBeleuchtet man diese eingehender, st\u00f6\u00dft man als erstes auf die \u00fcblichen kommunikationspsychologischen Tricks, mit denen entsprechende Bilder erzeugt werden sollen.<br \/>\nBegleitet von vierzigmaliger (!) Erw\u00e4hnung der Begriffe \u201erechtsextrem\u201c bzw. \u201eRechtsextremismus\u201c auf gerade einmal sieben Seiten, mit denen der Leser suggestiv \u201evorbehandelt\u201c und \u201eauf Kurs gebracht\u201c wird, fabriziert Wilking eine an Frechheit grenzende dreiseitige Aneinanderreihung von Falschaussagen und kunstvoll konstruierten Zusammenh\u00e4ngen, dass einem schwindelig werden kann.<br \/>\nExplizit dem Thema \u201eHistorisches Dorf Gannahall\u201c, welches er bevorzugt mit dem aus dem NS-Vokabular stammenden Begriff \u201eMuseumsdorf\u201c beschreibt, widmet Wilking gerade einmal drei Seiten, bringt es jedoch auf diesen drei Seiten, trotz Bildmaterial, auf unglaubliche zehn (!) Falschbehauptungen, sprich Unwahrheiten, umgangssprachlich auch L\u00fcgen genannt. Das muss man erst einmal schaffen!<br \/>\nDie kunstvoll-manipulative Einleitung wird noch \u00fcbertroffen von der ebenso kunstvoll konstruierten Hinleitung zu einer, mir pers\u00f6nlich g\u00e4nzlich unbekannten \u201elokalen rechtsextremen Szene\u201c, zu welcher von Wilking eine diffuse Verbindung suggeriert wird, rein fiktiv und mit der eindeutigen Absicht, auf diese Weise das M\u00e4rchen vom \u201eNaziprojekt\u201c einleuchtend abzurunden.<\/p>\n<p>Der absolute Gipfel der Dreistigkeit ist jedoch die in Wilkings Text aufgestellte Behauptung, \u201eder Kopf des Vereins\u201c, wobei es sich seit dessen Gr\u00fcndung um meine Wenigkeit handelt, w\u00e4re \u201ein den neunziger Jahren selbst Schl\u00e4ger in der rechtsextremen Szene\u201c gewesen!<br \/>\nOhne viel Aufwand h\u00e4tte Wilking, gerade auch hinsichtlich seiner mutma\u00dflichen Kontakte zum Verfassungsschutz, herausfinden k\u00f6nnen, dass genau das Gegenteil der Fall war.<br \/>\nGerade w\u00e4hrend meiner Jugend in den neunziger Jahren vertrat ich n\u00e4mlich linke, auch radikale, vor allem aber anarchistische Ansichten und bewegte mich viel in der sogenannten Hausbesetzerszene Berlins und Brandenburgs, w\u00e4re also vielmehr dem \u201elinksextremen Spektrum\u201c zuzuordnen gewesen. Hier hat Wilking aus einer zu dieser Zeit sicherlich vorhandenen Gewaltbereitschaft mit politischem Hintergrund einfach ein Image konstruiert, welches ihm besser in seine Geschichte passte.<\/p>\n<p>Das mit einer solchen L\u00fcge und angesichts aller daraus m\u00f6glicherweise f\u00fcr mich entstehenden Folgen, nun auch meine Toleranzgrenze deutlich \u00fcberschritten ist, versteht sich von selbst.<br \/>\nAn dieser Stelle bleibt mir keine andere Wahl als den Rechtsweg einzuschlagen, auch wenn dies Auswirkungen auf den weiteren Vertrieb dieses Buches, welches ich im \u00dcbrigen durchaus informativ finde, haben sollte.<br \/>\nIn diesem Fall t\u00e4te es mir wirklich leid f\u00fcr die Autoren aller anderen Beitr\u00e4ge, die somit unter Wilkings unseri\u00f6ser Arbeit zu leiden h\u00e4tten.<\/p>\n<p>Wilking beschlie\u00dft seine Betrachtungen zu unserem Projekt im Jahre 2014 mit der Perspektive, dass abzuwarten bliebe, ob unser Projekt nun schlussendlich ein \u201erechtsextremes Kulturzentrum\u201c w\u00fcrde oder nicht.<br \/>\nHeute, mit f\u00fcnf Jahren Abstand kann ich feststellen, dass sich seine Bef\u00fcrchtungen noch immer nicht bewahrheitet haben. Auch in dieser Hinsicht ist vielmehr das Gegenteil der Fall. Wollte man es als \u201eKulturzentrum\u201c bezeichnen, dann w\u00e4re es wohl eher ein alternatives, n\u00e4mlich ein herkunfts- und meinungstolerantes Kulturzentrum, transparent und offen f\u00fcr Jeden, der daran mitzuwirken w\u00fcnscht.<\/p>\n<p>Abschlie\u00dfen m\u00f6chte ich meinen Text mit einem Foto. Aufgenommen wurde es auf dem Gel\u00e4nde unseres Projektes, an genau jenem Tag, als ich von Wilkings Machwerk erfuhr. Abgebildet sind mein Vereinsfreund Sedat und meine Wenigkeit (links im Bild).<br \/>\nSedat hat einen \u201eMigrationshintergrund\u201c. Er ist kurdischer Abstammung und mittlerweile langj\u00e4hriges Mitglied im Semnonenbund e.V.<br \/>\nAls engagierter Unterst\u00fctzer unseres Projektes kann er nur sehr wenig Verst\u00e4ndnis aufbringen f\u00fcr derartige Unterstellungen und Anschuldigungen wie diejenigen von Herrn Wilking oder dem weiter unten geschilderten Personenkreis.<br \/>\nDas hier jedenfalls ist sein pers\u00f6nliches Statement zu Wilking und Co.<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\">&#8230;<\/p>\n<p>[\/fusion_text][fusion_imageframe image_id=&#8220;16369|large&#8220; max_width=&#8220;&#8220; style_type=&#8220;glow&#8220; blur=&#8220;&#8220; stylecolor=&#8220;&#8220; hover_type=&#8220;none&#8220; bordersize=&#8220;3&#8243; bordercolor=&#8220;#d6d6d6&#8243; borderradius=&#8220;&#8220; align=&#8220;center&#8220; lightbox=&#8220;no&#8220; gallery_id=&#8220;&#8220; lightbox_image=&#8220;&#8220; lightbox_image_id=&#8220;&#8220; alt=&#8220;&#8220; link=&#8220;&#8220; linktarget=&#8220;_self&#8220; hide_on_mobile=&#8220;small-visibility,medium-visibility,large-visibility&#8220; class=&#8220;&#8220; id=&#8220;&#8220; animation_type=&#8220;&#8220; animation_direction=&#8220;left&#8220; animation_speed=&#8220;0.3&#8243; animation_offset=&#8220;&#8220;]http:\/\/www.gannahall.de\/wp-content\/uploads\/2019\/11\/IMG-20190626-WA0008-697&#215;1024.jpg[\/fusion_imageframe][fusion_text columns=&#8220;&#8220; column_min_width=&#8220;&#8220; column_spacing=&#8220;&#8220; rule_style=&#8220;default&#8220; rule_size=&#8220;&#8220; rule_color=&#8220;&#8220; class=&#8220;&#8220; id=&#8220;&#8220;]<\/p>\n<h1 style=\"text-align: center;\">\u00a0<u>Falsche Nazis und echte faschistoide Tendenzen \u2013 Vorw\u00fcrfe, Anschuldigungen und Propaganda gegen ein historisches Dorf<br \/>\n<\/u><\/h1>\n<p style=\"text-align: center;\">Eine pers\u00f6nliche Stellungnahme von R. Kr\u00fcger \/ 1. Vors. Semnonenbund e.V.<\/p>\n<p>Sie sind ein potentieller Sponsor, Spender, Veranstalter oder einfach an der havell\u00e4ndischen Geschichte oder unserem Projekt \u201eHistorisches Dorf Gannahall\u201c interessiert und w\u00e4hrend Ihrer Recherchen im Netz sind sie unter Umst\u00e4nden auf beunruhigende Berichterstattungen zu unserem Projekt \u201eHistorisches Dorf Gannahall\u201c und\/oder dem Semnonenbund e.V. gesto\u00dfen, in welchen beidem wahlweise entweder Inkompetenz, esoterische Tendenzen oder aber eine ideologische N\u00e4he zum Rechtsextremismus diagnostiziert werden?<br \/>\nNun sind Sie aufgrund dieser Aussagen verwirrt und ziehen in Erw\u00e4gung, die Unterst\u00fctzung oder die Zusammenarbeit abzubrechen oder gar nicht erst beginnen zu lassen?<\/p>\n<p>Das ist absolut nachvollziehbar, denn als Vertreter eines Unternehmens oder einer sonstigen Institution sehen Sie sich verpflichtet, in deren Interesse zu handeln \u2026 und die Unterst\u00fctzung beispielsweise esoterischer Gruppen oder gar rechtsgerichteter Propagandisten geh\u00f6rt ganz sicherlich nicht zum Firmencredo und tr\u00e4gt auch nicht zu einem positiven Image bei.<\/p>\n<p>Dann ist dies wohl der Zeitpunkt, an dem sie sich gegen eine Zusammenarbeit entscheiden und den Kontakt, so vorhanden, entweder unter vorgeschobenen Gr\u00fcnden oder aber mit Hinweis auf \u201eeine \u201anach eingehender Pr\u00fcfung\u2018 festgestellte nicht vorhandene Kompatibilit\u00e4t zum Unternehmen und dessen Kultur\u201c oder dass \u201eaufgrund der nicht eindeutigen politischen Neutralit\u00e4t anderen Projekten der Vorzug gegeben wird\u201c.<\/p>\n<p>F\u00fcr uns ist es dann allerdings leider schon zu sp\u00e4t daf\u00fcr den Sachverhalt aufzukl\u00e4ren, denn zum einen ist die Entscheidungsfindung zur Vergabe von Spenden durch Unternehmen in der Regel an diverse Fristen gebunden und andererseits stehen unz\u00e4hlige unterst\u00fctzungsw\u00fcrdige Projekte mit besserem Image zur Auswahl, deren Unterst\u00fctzung dementsprechend auch ein positiveres Prestige f\u00fcr Ihr Unternehmen bedeutet.<\/p>\n<p>Auch wenn auf der Hand liegt, dass eine \u201eeingehende Pr\u00fcfung\u201c im oben zitierten Beispiel, dessen Zitate \u00fcbrigens der k\u00fcrzlich eingegangenen Absage eines gro\u00dfen regionalen Unternehmens entstammen, ziemlich sicherlich nie stattgefunden hat, weil diese Recherche ein ganz anderes Ergebnis zutage gef\u00f6rdert h\u00e4tte, kann ich pers\u00f6nlich solch eine Entscheidung zumindest teilweise nachvollziehen, denn im Zweifelsfall kann eine Fehlentscheidung nicht nur den beruflichen Werdegang des Entscheidungstr\u00e4gers negativ beeinflussen, sondern durchaus auch \u201eden guten Ruf\u201c des gesamten Unternehmens.<br \/>\nEs ist deutlich aufw\u00e4ndiger und langwieriger einen entstandenen Imageschaden zu beheben, als sich diesen zuzuziehen \u2026 das ist jedenfalls die Erfahrung die ich in den letzten Jahren machen durfte.<\/p>\n<p>Allerdings ist die Situation in unserem Fall schon ein wenig anders gelagert, denn das Image unseres Vereins und seines Projektes leidet nicht in erster Linie unter den Folgen unserer eigenen Entscheidungen und Fehler, von denen es in der Vergangenheit sicher so einige gab \u2026 unsere Probleme sind in der Regel den phantasievollen K\u00f6pfen unbekannter Mitmenschen entsprungen oder basieren schlicht auf der mangelhaften Arbeit, vielleicht auch Faulheit, diverser \u201eProfis\u201c, Semiprofis und selbsternannten Experten, f\u00fcr die es einfacher ist irgendwo abzuschreiben oder sich die Inhalte ihrer Stories gleich komplett selbst auszudenken.<\/p>\n<p>Ja und dann gibt es noch Diejenigen, die unter dem Vorsatz der \u00f6ffentlichen Meinungsbeeinflussung falsche Informationen verbreiten und bizarre Geschichten entwerfen, um somit ein negatives Image k\u00fcnstlich zu konstruieren.<br \/>\nDies geschieht zum Gl\u00fcck nur sehr selten, dann jedoch mit einer solchen Professionalit\u00e4t und Raffinesse, dass den betreffenden Darstellungen selbst auf dem Rechtsweg nur sehr schwer beizukommen ist.<\/p>\n<p>Ein solches Beispiel ebenfalls j\u00fcngeren Datums ist \u00fcbrigens auch der Grund dieser l\u00e4ngst \u00fcberf\u00e4lligen Stellungnahme.<br \/>\nIch werde dieses im weiteren Verlauf, neben anderen, vorstellen und eingehender beleuchten.<\/p>\n<p>Integriert in den Informationsteil zur Vereinsarbeit auf unserer Homepage wird diese Stellungnahme zuk\u00fcnftig all Denjenigen die M\u00f6glichkeit zur Informationsbeschaffung und ggf. zur Aufkl\u00e4rung bieten, die den pers\u00f6nlichen Kontakt und einen direkten Dialog aus irgendwelchen Gr\u00fcnden scheuen und immer noch der Meinung sind, dass alles was sie im Netz so zu lesen vorgesetzt bekommen, auch den Tatsachen entspricht.<\/p>\n<p>Ich w\u00fcnschte, ich m\u00fcsste weniger Zeit f\u00fcr das Verfassen dieser Zeilen aufbringen und dem Leser weniger Zeit mit der Lekt\u00fcre derselben rauben, aber es ist mir ein pers\u00f6nliches Anliegen, nicht nur eines der g\u00e4ngigen Bekenntnisse gegen Fremdenfeindlichkeit, Rassismus und Faschismus zu pr\u00e4sentieren, sondern dieses Bekenntnis auch entsprechend zu belegen.<\/p>\n<p>Nicht zuletzt ist dieser Artikel auch all Jenen geschuldet, die sich seit Jahren hingebungsvoll f\u00fcr unser Projekt engagieren, durchgehalten und trotz aller R\u00fcckschl\u00e4ge und mangelnder Unterst\u00fctzung Hoffnung und Glauben nicht verloren haben, Denen die in der wechselvollen Vereinsgeschichte resignierten und aufgaben \u2026 und vor allem denjenigen Mitgliedern und Unterst\u00fctzern, die in den letzten Jahren von uns gegangen sind und die aktuellen Fortschritte nicht mehr miterleben durften.<\/p>\n<p>[\/fusion_text][fusion_text columns=&#8220;&#8220; column_min_width=&#8220;&#8220; column_spacing=&#8220;&#8220; rule_style=&#8220;default&#8220; rule_size=&#8220;&#8220; rule_color=&#8220;&#8220; class=&#8220;&#8220; id=&#8220;&#8220;]<\/p>\n<h1><\/h1>\n<h1 style=\"text-align: center;\"><u>\u201eFake News\u201c und \u201epostfaktisches\u201c \u2013 Netzhetze und deren Verbreiter<\/u><\/h1>\n<p>Sowohl dem Projekt und dem Verein ist in den vergangenen Jahren so einiges nachgesagt und unterstellt worden, aus den verschiedensten Richtungen und sicherlich auch aus unterschiedlichster Motivation heraus.<br \/>\nWie angek\u00fcndigt, will ich nun im Folgenden einige der Protagonisten und \u201eihre Arbeit\u201c anhand realer Beispiele aus der Vereinsgeschichte vorstellen, wenngleich sich \u00fcber die jeweils wirkliche Motivation ihres Handelns in vielen F\u00e4llen nur spekulieren l\u00e4sst, in einigen F\u00e4llen jedoch liegt sie auf der Hand.<\/p>\n<p>Ich finde es wichtig, in diesem Kontext auch einmal aufzuzeigen WER die Urheber der diversen Falschdarstellungen und Kampagnen sind, WIE sie versuchen die \u00f6ffentliche Meinung gegen uns einzunehmen und &#8211; sofern mir dies m\u00f6glich ist \u2013 einen Blick darauf zu werfen, WARUM sie dies tun, also welche mutma\u00dfliche Motivation sie antreibt.<\/p>\n<p>Im Anschluss an die Lekt\u00fcre dieses Kapitels werden sie feststellen, wie einfach es in der heutigen Zeit ist, Personen und Personengruppen durch das Verbreiten von Fake News zu diskreditieren und zu schaden.<\/p>\n<p>Es gibt nicht nur Verursacher und Initiatoren, sondern auch Trittbrettfahrer, sowohl beim Verbreiten falscher Anschuldigungen, als auch beim befeuern regelrechter Verleumdungs- und Hetzkampagnen und die Trittbrettfahrer richten mitunter mehr Schaden an, als die Urheber der Fake News selbst.<\/p>\n<p>Neben dem \u00fcblichen Gerede gelangweilter Mitmenschen, die Probleme lieber bei anderen suchen als sich selbst zu reflektieren, lassen sich grob drei Hauptgruppen von \u201eKritikern\u201c ausmachen:<\/p>\n<p>Die gr\u00f6\u00dfte dieser Gruppen scheint, auf die eine oder andere Art, vornehmlich politisch motiviert zu sein.<br \/>\nDie zweite, deutlich kleinere Gruppe agiert mit einer, wie auch immer gelagerten, religi\u00f6s motivierten Intention. Kaum zu glauben im Deutschland des 21. Jahrhunderts, ich wei\u00df, aber es gibt sie wirklich wie sich noch zeigen wird.<br \/>\nDie dritte und kleinste Gruppe ist jene mit einem \u201ewirtschaftlichen\u201c Interesse, also \u201edie Konkurrenz\u201c.<br \/>\n\u201e\u00dcble Nachrede\u201c als Mittel zum Zweck des Ausstechens unliebsamer Mitbewerber, zum Beispiel um F\u00f6rdergelder oder zahlende G\u00e4ste kommt wohl in jeder Branche vor.<br \/>\nDa in unserem Fall von dieser Seite jedoch kaum Probleme entstehen, muss auf diese auch nicht n\u00e4her eingegangen werden.<br \/>\nIn der Regel verbindet uns sowohl mit den Darstellern, als auch mit den Betreibern anderer historischer D\u00f6rfer ein professionelles und mitunter gar freundschaftliches Verh\u00e4ltnis.<\/p>\n<p>Beginnen wir mit Gruppe 2, den \u201eReligi\u00f6sen\u201c:<\/p>\n<p>Was die religi\u00f6s motivierten Verbreiter von Vorw\u00fcrfen und Falschaussagen angeht, w\u00e4ren zuerst die Anh\u00e4nger und auch regul\u00e4ren Vertreter des christlichen Glaubens zu nennen, von denen einige in den sozialen Netzwerken erstaunlich aktiv sind.<br \/>\nIn Deutschland gl\u00fccklicherweise wenig verbreitet sind christliche Fanatiker, wie man sie beispielsweise aus den USA kennt und die naturgem\u00e4\u00df hinter jeder Ecke antichristliche Bestrebungen und Verschw\u00f6rungen wittern. Doch auch hierzulande finden sich bisweilen klar christlich-religi\u00f6s motivierte Protagonisten, die in der Besch\u00e4ftigung mit vorchristlichen Kulturen und deren Glaubensvorstellungen gern ein praktiziertes Heidentum mit, nat\u00fcrlich, christenfeindlichen Bestrebungen sehen wollen und sich gen\u00f6tigt sehen, auf verschiedene Weise dagegen vorzugehen.<br \/>\nEigentlich sollte eine Erw\u00e4hnung des im Art. 4 des Grundgesetzes verankerte &#8222;Freiheit des Glaubens, des Gewissens und der Religionsaus\u00fcbung\u201c an dieser Stelle unn\u00f6tig sein, zumal die historische Darstellung des Semnonenbund e.V. davon im Grunde keinen gebrauch machen m\u00fcsste.<br \/>\nIch tue es trotzdem, um aufzuzeigen, dass es in einem modernen demokratisch-s\u00e4kularen Staat wie der BRD durchaus zu religi\u00f6s motivierter Einflussnahme auf die \u00f6ffentliche Meinung kommt \u2026 doch dazu an sp\u00e4terer Stelle mehr.<\/p>\n<p>Deutlich kleiner ist die zweite Partei \u201ereligi\u00f6s\u201c Motivierter &#8211; sofern sich die verschiedenen Str\u00f6mungen des Neuheidentums \u00fcberhaupt als Religion bezeichnen lassen \u2013 mit denen wir in der Vergangenheit hin und wieder zu tun hatten.<br \/>\nEs gibt in Deutschland, wie \u00fcberall in Europa, etliche \u201eneopagane\u201c Gruppen, deren Spektrum von \u201eabstrus-esoterisch\u201c bis zu relativ \u201efaktenorientiert-seri\u00f6s\u201c reicht. Letztere sind leider deutlich in der Unterzahl.<br \/>\nUnter diesen Gruppen finden sich nicht wenige, die mal recht, meist jedoch eher schlecht, \u201edas urspr\u00fcngliche germanische Heidentum\u201c f\u00fcr sich zu thematisieren suchen.<br \/>\nEinige dieser Gruppen gaben in der Vergangenheit Anlass zu berechtigter Kritik, manchmal auch zu Spott unsererseits und sahen sich vermutlich daraufhin zur digitalen Rache veranlasst.<br \/>\nDa die Anh\u00e4nger von staatlich nicht anerkannten Alternativreligionen in der Regel allerdings nicht besonders streitlustig sind und zudem oft genug selbst zur Zielscheibe diverser Anfeindungen werden, treten diese uns gegen\u00fcber nur \u00e4u\u00dferst selten in Erscheinung.<\/p>\n<p>Nun Gruppe 1, die \u201ePolitiker\u201c:<\/p>\n<p>Auf der einen Seite h\u00e4tten wir da ein relativ \u00fcberschaubares Gr\u00fcppchen von Typen, die sich selbst f\u00fcr Neonazis halten oder zumindest politisch rechts verorten und diesbez\u00fcglich auch bem\u00fcht sind alle g\u00e4ngigen Klischees zu erf\u00fcllen, den ideologischen Missbrauch des Germanenthemas eingeschlossen.<br \/>\nWenn Vertreter dieser Fraktion uns als \u201elanghaarige Kiffer\u201c, \u201eHippies\u201c oder \u201eSpinner\u201c bezeichnen, ist das f\u00fcr uns ungef\u00e4hr so spannend wie das Nachmittagsprogramm von RTL II.<br \/>\nWenn sie von einer \u201eZusammenarbeit oder Unterst\u00fctzung des Projektes abraten\u201c, dann freut uns das, weil wir keine Zeit damit verschwenden m\u00fcssen sie abzuwimmeln.<br \/>\nHier ist das Warum auch relativ einfach zu erkl\u00e4ren.<br \/>\nPolitische und religi\u00f6se Propagandisten \u00e4hneln sich n\u00e4mlich in verschiedenen negativen Eigenschaften: Sie sind Dogmatiker, beanspruchen also die allgemeing\u00fcltige Wahrheit f\u00fcr sich. Ihre Propaganda lebt von Feindbildern und Schubladen, von Vorurteilen und Klischees \u2026 und sie argumentieren und handeln in der Regel pauschal.<br \/>\nEs ist nicht ausgeschlossen, dass in der Vergangenheit, aufgrund von Verst\u00f6\u00dfen gegen geltendes Recht und\/oder gegen unsere Hausordnung, schon G\u00e4ste mit einer solchen politischen Orientierung w\u00e4hrend einer Veranstaltung des Gel\u00e4ndes verwiesen wurden, was sie dann derart gegen uns aufbrachte, dass sie sich zur Propaganda gegen Projekt und Verein veranlasst sahen.<br \/>\nAndere st\u00f6rten sich eventuell an der Offenheit des Vereins, an nichtdeutschen Vereinsmitgliedern, der Zusammenarbeit mit Vertretern und Projekten der Fl\u00fcchtlingshilfe und wieder andere haben vielleicht irgendwann mit falschen Vorstellungen im Semnonenbund versucht Fu\u00df zu fassen und waren nachher entt\u00e4uscht von der g\u00e4nzlich unpolitischen Ausrichtung des Vereins, sowie den mangelnden M\u00f6glichkeiten zur propagandistischen Entfaltung \u2026 wer wei\u00df das schon.<br \/>\nWie gesagt, ein negatives Image in diesen Kreisen zu haben, ist nicht unbedingt als Belastung anzusehen.<\/p>\n<p>Ebenfalls als eindeutig politisch motiviert kann wohl die \u201eArbeit\u201c der sogenannten \u201eAntifa\u201c eingestuft werden.<br \/>\nDiese hat sich bekannterma\u00dfen den Kampf gegen Rassismus, Faschismus und Intoleranz auf die Fahnen geschrieben. Leider beansprucht die Antifa f\u00fcr sich offensichtlich auch die Deutungshoheit, was die Interpretation dieser Begriffe angeht.<br \/>\n\u201eWer hier Nazi ist und wer nicht, das entscheide ich\u201c scheint das Motto zu sein \u2026 verst\u00f6rende Parallelen zu den Denkmustern diverser bekannter NS-Gr\u00f6\u00dfen\u2026<\/p>\n<p>Gemeinhin gilt die Antifa als bestens informiert und ihre Arbeit als faktenorientiert und aufkl\u00e4rerisch.<br \/>\nDies kann ich aufgrund der von mir gemachten Erfahrungen leider nicht (mehr) best\u00e4tigen.<br \/>\nVielmehr vertrete ich mittlerweile die Einsch\u00e4tzung, dass es den Machern hinter den unz\u00e4hligen Antifaschistischen \u201eAufkl\u00e4rungsseiten\u201c im Netz \u00fcberhaupt nicht erstrangig um die Bereitstellung von echten Informationen geht, sondern vor allem eben um Propaganda, um Politentertainment f\u00fcr ihre Zielgruppe und nat\u00fcrlich um die Beeinflussung der \u00f6ffentlichen Meinung in die gew\u00fcnschte Richtung.<br \/>\nDazu braucht es offenbar auch gar keine Informationen aus erster Hand, keine Recherche oder gar einen journalistischen Anspruch \u2026 die Kunst des Abschreibens, ein vermeintlich gutes Bauchgef\u00fchl und der Glaube an die eigene Kombinationsgabe scheinen viele der selbsternannten Netzaufkl\u00e4rer dabei f\u00fcr v\u00f6llig ausreichend zu erachten.<br \/>\nRockkonzert* + Germanendorf = Naziumtriebe<br \/>\n(*gemeint ist hier das Gannahall-Benefiz-Konzert \u201eRock for Roots\u201c)<br \/>\nAber so einfach ist es nun einmal nicht \u2026 nicht immer jedenfalls.<br \/>\nHat man an sich selbst den Anspruch die Wahrheit zu verbreiten, muss man sich nun einmal informieren, die Informationen pr\u00fcfen und im Zweifelsfall dann eben auf die Verbreitung der Unwahrheit verzichten.<br \/>\nNicht selten werden zudem die Falschen zur Zielscheibe des politischen Aktionismus.<\/p>\n<p>Es gibt wohl kaum ein besseres Mittel Jemanden \u00f6ffentlich zu diskreditieren, sieht man von den Vorw\u00fcrfen der Tierqu\u00e4lerei oder des Kindesmissbrauchs einmal ab, als die betreffende Person oder Gruppe \u201ein die rechte Ecke zu stellen\u201c, sei es durch direkte Anschuldigung oder auch ganz subtil durch Anspielungen, ge\u00e4u\u00dferte Vermutungen und andere unterschwellige \u00c4u\u00dferungen, die eine \u201egef\u00fchlte Wahrheit\u201c vermitteln sollen.<br \/>\nDas beste Medium hierf\u00fcr ist zweifellos das WWW.<br \/>\nEs ist dann die H\u00e4ufigkeit, mit der die Unterstellung ge\u00e4u\u00dfert wird, die sich schlie\u00dflich konditionierend auswirkt, getreu dem Motto: \u201eWenn so viele Quellen das behaupten, muss es ja stimmen\u201c.<br \/>\nDass die Quellen unter Umst\u00e4nden, wie im Fall des Antifa-Netzwerkes, alle miteinander verbunden sind, ihre Beitr\u00e4ge meist lediglich voneinander abschreiben, mit dem Ziel eine m\u00f6glichst gro\u00dfe Reichweite f\u00fcr ihre \u201eBotschaften\u201c zu erreichen und damit ganz nebenbei das Google-Ranking k\u00fcnstlich pushen, findet der User in der Regel nicht heraus.<br \/>\nEbenso hinterfragt er erfahrungsgem\u00e4\u00df leider auch nur selten den Wahrheitsgehalt der urspr\u00fcnglichen Quelle.<\/p>\n<p>Gl\u00fccklicherweise wurden wir in der Vergangenheit immer mal wieder auf entsprechende Beitr\u00e4ge hingewiesen, in denen teilweise haarstr\u00e4ubende Behauptungen aufgestellt wurden. Die Tragweite solcher im Netz ge\u00e4u\u00dferten Anschuldigungen und Vorw\u00fcrfe haben wir leider viel zu lange untersch\u00e4tzt und sahen uns somit zu keiner Reaktion veranlasst.<br \/>\nIrgendwann wurden die Geschichten dann allerdings zu bizarr. Verbindungen zur rechtsextremen Szene wurden konstruiert und schlie\u00dflich tauchte gar mein Name auf einer der einschl\u00e4gigen Seiten unter dem Foto eines mir v\u00f6llig unbekannten Glatzkopfes auf \u2013 ich allerdings trage seit meinem dreizehnten Lebensjahr die Haare lang &#8211; der mit NPD-Flagge auf irgendeiner Veranstaltung posierte, offensichtlich ein Neonazi \u2026 und somit wurde auch ich offiziell zum Neonazi erkl\u00e4rt!<\/p>\n<p>Da gegen die Betreiber solcher Seiten in der Regel, aufgrund obskurer Serverstandorte und Anmeldungen im Ausland, nur wenig bis gar nichts auszurichten ist, musste ich mich pers\u00f6nlich mit den mutma\u00dflichen Urhebern zu treffen versuchen um dieses wirklich unglaubliche Falschdarstellung aus dem Netz zu bekommen.<br \/>\nDies dauerte zwar einige Tage, aber irgendwann sa\u00df ich schlie\u00dflich mehreren verbl\u00fcfften Sch\u00fclern und Studenten gegen\u00fcber, von denen mich einige, es ist kaum zu glauben, sogar pers\u00f6nlich kannten.<br \/>\nWie konnte ihnen dann so ein heftiger Fehler unterlaufen?<\/p>\n<p>Die Antwort ist ebenso simpel wie erschreckend: Sie hatten einfach nur schlecht, bzw. gar nicht recherchiert, sondern sich vielmehr auf die Informationen verschiedener anderer Quellen verlassen und nach dem Prinzip von \u201eStille Post\u201c kam dann diese unglaubliche Story zustande.<br \/>\nEin Internetanschluss und eine halbe Stunde Zeit, f\u00fcr deutsche Sch\u00fcler im 21. Jahrhundert kein Problem, h\u00e4tten gen\u00fcgt um herauszufinden wer ich wirklich bin, was es mit dem Projekt Gannahall auf sich hat und so weiter und so fort.<br \/>\nJournalistischer oder aufkl\u00e4rerischer Anspruch, Fehlanzeige.<br \/>\nJedenfalls entschuldigte man sich noch w\u00e4hrend meines Besuches pers\u00f6nlich bei mir und k\u00fcndigte eine schnellstm\u00f6gliche Richtigstellung an.<br \/>\nDie \u00c4nderung des betreffenden Artikels erfolgte dann auch relativ kurzfristig und auch die Richtigstellung fand sich schlie\u00dflich direkt unter den Beitrag und nicht kleingedruckt irgendwo versteckt.<\/p>\n<p>Trotzdem, die m\u00f6glichen Folgen solcher Anschuldigungen brauche ich hier wohl nicht im Detail aufzulisten, ein Jeder vermag sie sich selbst vorstellen.<br \/>\nErschreckender als derlei Vorstellungen ist f\u00fcr mich pers\u00f6nlich allerdings das Wissen darum, wie leicht die \u00f6ffentliche Meinung auf diese Weise beeinflusst werden kann \u2026 und zwar ohne jeden Grund.<\/p>\n<p>Was Aktivisten des politischen Spektrums dazu veranlasst, sich mit den Betreibern eines historischen Dorfes oder einer historischen Darstellung zu besch\u00e4ftigen, werde ich in eigens zu diesem Zweck angeh\u00e4ngten Kapiteln zu erkl\u00e4ren versuchen.<\/p>\n<p>Der rote Faden, der sich durch alle bisher aufgef\u00fchrten Beispiele zieht, ist folgender:<\/p>\n<p>Keiner dieser verschiedenen Internethetzer und anonymen Briefeschreiber der letzten 15 Jahre hat mich, den offiziellen Vertreter von Projekt und Verein, jemals pers\u00f6nlich kontaktiert und das Gespr\u00e4ch mit mir gesucht, um eventuelle Vorw\u00fcrfe zu hinterfragen oder sich einfach mal selbst ein Bild zu machen.<br \/>\nVon einem jugendlichen Antifa-Aktivisten erwarte ich ja im Grunde auch keinen wirklich professionellen Anspruch im journalistischen Sinn, aber ein wenig \u201eArsch in der Hose\u201c sollte doch wohl zu erwarten sein bei Jemandem, der die Welt zu einem besseren Ort machen will\u2026!?<\/p>\n<p>Es war und ist ohne viel Aufwand m\u00f6glich mich zu kontaktieren, um daraufhin gegebenenfalls auch relativ kurzfristig einen Termin zum pers\u00f6nlichen Interview zu vereinbaren.<br \/>\nNach einem solchen Gespr\u00e4ch d\u00fcrften alle Fragen zufriedenstellend beantwortet sein und der Interessent besitzt dar\u00fcber hinaus auch alle sonstigen Informationen die er ben\u00f6tigt \u2026 der Wahrheit entsprechend, auf Fakten basierend und folglich entsprechend nachweisbar.<br \/>\nW\u00fcrden die Angaben im Anschluss auch wirklich gepr\u00fcft werden, s\u00e4he die nachfolgende Berichterstattung dann auch ganz anders aus.<\/p>\n<p><strong>Es w\u00fcrde sich n\u00e4mlich herausstellen, dass unser Projekt neben seinem historischen Aspekt, verschiedene weitere positive Effekte auf den Standort und die umliegende Region hat.<br \/>\nWeiter w\u00fcrde die \u00d6ffentlichkeit erfahren, dass sich im Semnonenbund e.V. seit vielen Jahren auch Vereinsmitglieder mit Migrationshintergrund f\u00fcr das Projekt Gannahall engagieren, weil sie sich mit ihrer neuen Heimat identifizieren und sich f\u00fcr deren Geschichte interessieren \u2026 und dass beispielsweise die Herkunft aus einer muslimischen Familie dabei f\u00fcr keine Seite eine Rolle spielt.<br \/>\nDies w\u00fcrde jegliche Mutma\u00dfungen bez\u00fcglich eventueller rassistischer, rechtsextremer oder religi\u00f6s-intoleranter Tendenzen innerhalb des Vereins logischerweise ad absurdum f\u00fchren.<\/strong><\/p>\n<p>Weiterhin k\u00f6nnte in diesem Zusammenhang dar\u00fcber aufgekl\u00e4rt werden, dass der Semnonenbund e.V. wohl mit zu den ersten gemeinn\u00fctzigen Institutionen in der Region z\u00e4hlt, die sich schon zu Beginn der sogenannten Fl\u00fcchtlingskrise im Jahr 2015-16 um einen sachlichen Umgang mit diesem Thema bem\u00fchten. Dass Vertreter des Vereins damals in das n\u00e4chstgelegene \u00dcbergangsheim f\u00fcr Gefl\u00fcchtete reisten, um sich vor Ort selbst einen Eindruck zu verschaffen und den Verantwortlichen eine Zusammenarbeit anzubieten.<\/p>\n<p><strong>Man k\u00f6nnte auch dar\u00fcber schreiben, dass der Verein seit \u00fcber einem Jahrzehnt antirassistische Veranstaltungen unterst\u00fctzt, bzw. mit solchen zusammenarbeitet oder auch, dass die Mitglieder des meistgebuchten musikalischen Acts auf den historischen Veranstaltungen im historischen Dorf Gannahall Exil-Iraner, also ebenfalls Menschen mit Migrationshintergrund sind, mit denen uns mittlerweile eine intensive Freundschaft verbindet.<\/strong><\/p>\n<p><strong>Man k\u00f6nnte \u00fcber die langj\u00e4hrige Zusammenarbeit mit diversen sozialen Tr\u00e4gern schreiben, dar\u00fcber, dass das Projekt Gannahall straff\u00e4llig gewordenen Jugendlichen die M\u00f6glichkeit bietet, gemeinn\u00fctzig t\u00e4tig zu werden, statt Haftstrafen abzusitzen.<\/strong><\/p>\n<p>Das alles k\u00f6nnte man schreiben, wenn man denn wollte\u2026!<\/p>\n<p>Vermutlich sind derartige Tatsachen aber nicht spektakul\u00e4r genug und vor allem erf\u00fcllen sie nicht den gew\u00fcnschten Zweck, n\u00e4mlich den, ein m\u00f6glichst negatives Bild vom Projekt \u201aHistorisches Dorf Gannahall\u2018 und dessen Betreibern, den Mitgliedern des Semnonenbund e.V. zu zeichnen.<\/p>\n<p>Dass genau dies in vielen F\u00e4llen beabsichtigt ist und dass zu diesem Zweck jede noch so perfide L\u00fcge recht ist, zeigt das aktuellste Beispiel, welches ich hier als letztes anf\u00fchren m\u00f6chte.<\/p>\n<p>[\/fusion_text][fusion_text columns=&#8220;&#8220; column_min_width=&#8220;&#8220; column_spacing=&#8220;&#8220; rule_style=&#8220;default&#8220; rule_size=&#8220;&#8220; rule_color=&#8220;&#8220; class=&#8220;&#8220; id=&#8220;&#8220;]<\/p>\n<h1><\/h1>\n<h1 style=\"text-align: center;\"><u>Professionelle Meinungsmache- Ein real existierendes Beispiel<\/u><\/h1>\n<p>Anders als bei den zumeist jugendlichen Politaktivisten im Netz, kann und muss\u00a0 bei den \u201eProfis\u201c, also bei Journalisten im weitesten Sinn, egal ob politisch oder nicht, ein professionelles und seri\u00f6ses Arbeiten nicht nur erwartet, sondern vorausgesetzt werden..<br \/>\nEin Journalist unterliegt einer gesetzlich vorgeschriebenen Sorgfaltspflicht, die eine Pr\u00fcfung von Fakten vor der Ver\u00f6ffentlichung vorsieht und es m\u00f6glich macht, diesen im Falle der Verbreitung falscher Tatsachen entsprechend zur Rechenschaft zu ziehen.<br \/>\nEs ist also die Pflicht eines Journalisten, von der Informationsbeschaffung, \u00fcber die Aufbereitung, bis hin zu Verbreitung absolut wahrheitsorientiert und nach Faktenlage zu arbeiten \u2026 bei professioneller Arbeitsweise sind Fehler also eigentlich ausgeschlossen.<\/p>\n<p>Entsprechend verst\u00f6rt war ich folglich, als ich vor einiger Zeit auf einen Beitrag der Herren <strong><em>Jan Raabe<\/em><\/strong> und <strong><em>Dr. Matthias P\u00f6hlmann<\/em><\/strong> aufmerksam gemacht wurde, welcher an komprimierter Falschdarstellung und Schwachsinnsgehalt bisher un\u00fcbertroffen ist und der schlie\u00dflich auch zur Grundlage f\u00fcr diesen ausschweifenden Beitrag wurde.<\/p>\n<p>Die Formulierung \u201eSchwachsinn\u201c l\u00e4sst zun\u00e4chst eine gewisse Unf\u00e4higkeit vermuten, womit der vorliegende Sachverhalt allerdings verharmlost w\u00fcrde, denn vielmehr ist hier ganz eindeutig Vorsatz im Spiel, wie sich im Folgenden zeigen wird.<\/p>\n<p>Im Jahr 2017 waren P\u00f6hlmann und Raabe offenbar als \u201eExperten\u201c auf einem Symposium mit dem Titel <strong><em>\u201eWikingerkult und Rechtsextremismus\u201c<\/em><\/strong> eingeladen oder waren gar selbst die Initiatoren dieser Veranstaltung.<br \/>\nUnter gleichnamigem Titel wurden die Beitr\u00e4ge der Redner dann vor einigen Monaten auch stichpunktartig zusammengefasst und ins Netz gestellt, wohl in der Hoffnung, dass sich die benutzten Schlagworte von dort aus schnellstm\u00f6glich und weitestm\u00f6glich verbreiten m\u00f6gen.<\/p>\n<p>Dort findet sich unter \u201e<strong><em>Workshop 2.3: Neopaganismus und Rechtsextremismus: Vorstellungen, Praktiken, Rituale. Kritische Auseinandersetzung und Hilfestellungen<\/em><\/strong>\u201c im Absatz <strong>\u201e<em>Artgemeinschaft, offen rassistisch\u201c<\/em><\/strong> folgende Zusammenfassung der Redebeitr\u00e4ge dieser beiden Herren:<br \/>\n<strong><em>\u201eHeidendorf Gannahall in Brandenburg (Nauen), das zu Jul- und Ostara-Festen einl\u00e4dt, auf Flyern zB Person mit Tattoo Schwarze Sonne; das Projekt wurde finanziell von der Stadt mitfinanziert, Akteure treten an Schulen auf und berichten dar\u00fcber; Ort der Siedlung ist alter SS-Standort\u201e<\/em><\/strong><\/p>\n<p>Darauf folgt:<\/p>\n<p><strong><em>\u201eAsatr\u00fa-Spritualit\u00e4t, geht davon aus, dass die Gene der Vorfahren die Spiritualit\u00e4t bestimmt, Selbstverst\u00e4ndnis als polytheistische Religion, geographischer Bezug zu Island\u201c<\/em><\/strong><\/p>\n<p>Dem Laien wird das wenig bis nichts sagen \u2026 f\u00fcr den Laien sind diese Worte aber auch gar nicht gedacht, sondern vor allem f\u00fcr gleichgesinnte \u201eFachleute\u201c, die bei der Suche nach den \u00fcblichen Schlagworten auf das so betitelte \u201eHeidendorf Gannahall\u201c aufmerksam gemacht werden sollen, um solche \u201eInformationen\u201c m\u00f6glichst ungepr\u00fcft weiter zu verbreiten.<\/p>\n<p>Ich m\u00f6chte die get\u00e4tigten Aussagen nu nacheinander aufschl\u00fcsseln und aufzeigen, wie anhand einer gezielt eingesetzten Wortwahl die Realit\u00e4t verzerrt und welche die gew\u00fcnschte Botschaft ist, die den Adressaten erreichen soll.<\/p>\n<p>Beginnen wir mit dem Titel des Themas, der an sich ist schon der sprichw\u00f6rtliche Kn\u00fcppel aus dem Sack ist:<br \/>\n<em>\u201eNeopaganismus und Rechtsextremismus\u201c<\/em>.<br \/>\nIn einem solchen Kontext von \u201eExperten\u201c erw\u00e4hnt zu werden ist in der Regel schon ausreichend, ein Projekt wie das unsere in der \u00f6ffentlichen Wahrnehmung unm\u00f6glich zu machen.<br \/>\nBezeichnend ist hier, dass der Verein weder eine neopaganistische noch eine rechtsextreme Ausrichtung hat, ja generell religi\u00f6s und politisch neutral ist, wie man problemlos unserer Vereinssatzung entnehmen kann.<\/p>\n<p>Es folgt <em>\u201eArtgemeinschaft \u2013 offen rassistisch\u201c<\/em>.<br \/>\nDie \u201eArtgemeinschaft \u2013 Germanische Glaubens-Gemeinschaft\u201c, nicht zu verwechseln mit der alternativ-religi\u00f6sen germanischen Heidengruppe \u201eGermanische Glaubens-Gemeinschaft\u201c, ist eine vornehmlich politische Vereinigung mit \u201ev\u00f6lkischer\u201c bis rechtsextremer Ausrichtung, in der das Heidentum bestenfalls als folkloristisches Element auszumachen ist.<br \/>\nMit dieser Vereinigung soll nun ganz eindeutig das Projekt Gannahall in direkte Verbindung gebracht werden.<br \/>\nEine solche Verbindung existiert aber nicht, kann folglich also auch nicht recherchiert worden sein, sie ist rein fiktiv und von den \u201eExperten\u201c mit eindeutig manipulativer Absicht konstruiert worden.<\/p>\n<p>Die irref\u00fchrende Bezeichnung <em>\u201eHeidendorf Gannahall\u201c<\/em> soll mit einiger Sicherheit in erster Linie eine esoterische, unsachliche, also generell unseri\u00f6se Ausrichtung des Projektes suggerieren.<br \/>\nDiese Formulierung ist jedenfalls bestens geeignet, Fachleute aus den Bereichen Arch\u00e4ologie oder Geschichte sofort abzuschrecken. Erster Gedanke: Spinner, Finger weg!<br \/>\nIn eine \u00e4hnliche Richtung geht dann \u00fcbrigens auch der explizite Hinweis auf die <em>\u201eJul- und Ostara-Feste\u201c<\/em>, die in unserem Fall allerdings mitnichten als pseudoreligi\u00f6se Rituale abgehalten werden, sondern schlicht unserem Darstellungsthema geschuldet sind.<br \/>\nDer Alltag der historischen Semnonen ist nun einmal untrennbar mit einer gewissen Spiritualit\u00e4t verbunden gewesen, die man in einer realistischen Darstellung dieses historischen Fensters unm\u00f6glich ausblenden kann.<br \/>\nDa solche Feste allerdings, wenngleich in g\u00e4nzlich anderem Gewand, auch von zweifelhaften esoterischen und auch von so genannten \u201ev\u00f6lkischen\u201c Gruppierungen zelebriert werden, verleiht die Erw\u00e4hnung in diesem Kontext dem ganzen die gew\u00fcnschte zus\u00e4tzliche Brisanz.<\/p>\n<p>Die so genannte <em>\u201eSchwarze Sonne\u201c<\/em> geh\u00f6rt nicht nur zu den rhetorischen Schwergewichten der Herren P\u00f6hlmann und Raabe, sie ist generell ein beliebtes Totschlagargument wenn es um die Beweisf\u00fchrung zu rechtsextremen Tendenzen geht \u2026 denn dieses Symbol wird unmittelbar in Verbindung gebracht mit der SS Heinrich Himmlers. Es findet sich unter anderem als Mosaikarbeit auf dem Boden eines speziellen Raumes innerhalb der \u201cSS-Ordensburg\u201c, der Wewelsburg bei B\u00fcren \/ Kreis Paderborn.<br \/>\nWas allerdings jeder Experte wissen sollten, wenn er sich im Vorfeld eines Vortrages wirklich eingehender mit Themen wie \u201eGermanen- bzw. Wikingerkult\u201c, \u201eNeopaganismus\u201c und \u201eRechtsextremismus\u201c besch\u00e4ftigt hat, ist die Existenz der sogenannten \u201ealamannischen Schmuck- oder Zierscheiben\u201c, die in unz\u00e4hligen Varianten existieren und von denen mit hoher Wahrscheinlichkeit irgendwann auch die \u201eWewelsburg-Sonne\u201c abgeleitet wurde.<br \/>\nViele dieser runden Metallapplikationen sind dem \u201eSS-Symbol\u201e derart \u00e4hnlich, dass der Laie den Unterschied nur im direkten Vergleich bemerken w\u00fcrde, denn sie verf\u00fcgen oftmals \u00fcber \u00e4hnliche im Kreis verlaufende S-Runen unterschiedlicher Anzahl und sind ebenso von einem \u00e4u\u00dferen Ring begrenzt, der nur in wenigen F\u00e4llen durchbrochen wird.<br \/>\nDa diese Zierscheiben, mit vermutlich kultischer oder apotrop\u00e4ischen Funktion, von der Bronzezeit bis in das Fr\u00fchmittelalter hinein produziert und entsprechend verwendet wurden, sind sie auch innerhalb der Darstellerszene zu beliebten Schmuck- und auch Tattoo-Motiven geworden, die in verschiedenster Ausf\u00fchrung h\u00e4ufig zu sehen sind.<br \/>\nEin Umstand, \u00fcber den P\u00f6hlmann und Raabe zweifellos informiert sind \u2026 der vermeintliche Nachweis einer \u201eNazi-T\u00e4towierung\u201c war ihnen allerdings zu wichtig als das sie darauf h\u00e4tten verzichten m\u00f6gen, ergo wird eine solche alternative M\u00f6glichkeit von ihnen nicht thematisiert.<\/p>\n<p>Mit der Erw\u00e4hnung der angeblich \u201e<em>unterst\u00fctzenden Stadt<\/em>\u201c und der \u201e<em>Auftritte an Schulen<\/em>\u201c soll von P\u00f6hlmann und Raabe einerseits suggestiv die Gefahr einer ideologischen Unterwanderung in den Raum gestellt und andererseits entsprechender Druck auf derartige Institutionen ausge\u00fcbt werden, um den Entscheidungstr\u00e4gern eine Zusammenarbeit zuk\u00fcnftig unm\u00f6glich erscheinen zu lassen. Dieser Schachzug ist in der Regel ein Erfolgsgarant, wie auch unsere eigenen Erfahrungen der letzten Jahre zeigen.<br \/>\nDie Realit\u00e4t stellt sich im \u00dcbrigen so dar, dass die Unterst\u00fctzung der Stadt Nauen eher zu w\u00fcnschen \u00fcbrig l\u00e4sst, wof\u00fcr nicht zuletzt auch die \u201eArbeit\u201c von \u201eExperten\u201c wie P\u00f6hlmann und Raabe verantwortlich ist, und im Grunde bis dato lediglich aus der sporadischen Bereitstellung von F\u00e4llgenehmigungen f\u00fcr kleinere Mengen Bauholz besteht.<br \/>\nEbenso finden die unterrichtsbegleitenden Vortr\u00e4ge an Schulen aufgrund akuten Zeitmangels nicht besonders h\u00e4ufig statt und beinhalten dann nat\u00fcrlich ausschlie\u00dflich regionalgeschichtliche Fakten.<\/p>\n<p>Auch hier wird also die Realit\u00e4t bewusst verzerrt dargestellt.<\/p>\n<p>Doch alle k\u00fcnstlich konstruierte Zusammenh\u00e4nge, Dramatisierungen und Falschaussagen scheinen bis dahin immer noch nicht die gew\u00fcnschte Brisanz erzeugt zu haben.<br \/>\nGanz gro\u00dfes Kino musste her \u2026 und das ist den beiden Herren dann auch zweifellos gelungen, und zwar mit der unglaublich dreisten Behauptung, das historische Dorf w\u00fcrde \u201e<em>auf einem alten SS-Standort\u201c<\/em> errichtet werden.<br \/>\nMehr pseudopolitisches Drama geht wirklich nicht. In Zusammenhang mit der blo\u00dfen Erw\u00e4hnung der \u201eschwarzen Sonne\u201c schl\u00e4gt dieser Satz im \u00f6ffentlichen Bewusstsein ein wie eine Bombe \u2026 das Image vom Neonazi-Projekt w\u00e4re damit perfekt.<\/p>\n<p>Dass auf dem Standort des Projektes \u201eHistorisches Dorf Gannahall\u201c seit Menschengedenken nichts anderes stattgefunden hat als Landwirtschaft, wird nach dieser propagandistischen Meisterleistung wohl keiner der Adressaten mehr selbst recherchieren \u2026 die Meinung ist gebildet, fertig, aus.<\/p>\n<p>Auch zu dieser eindeutigen Propagandal\u00fcge gibt es nat\u00fcrlich eine entsprechende Basisinformation, die f\u00fcr jeden Interessierten via Internet in K\u00fcrze ausfindig zu machen ist, also auch f\u00fcr die \u201eProfis\u201c P\u00f6hlmann und Raabe zur Verf\u00fcgung stand, nur war sie wohl leider nicht spektakul\u00e4r genug.<br \/>\nIn Wahrheit fand in den 1930er und 40er Jahren einige Kilometer entfernt vom Standort unseres Projektes eine Ausgrabung unter Leitung der Arch\u00e4ologen O. Doppelfeld und G. Behm statt, zu deren Schirmherr sich kein Geringerer als Heinrich Himmler selbst ernannte. Allerdings hatten weder er, noch seine SS ernsthaft mit dieser Ausgrabung zu tun, die Schirmherrschaft diente vor allem der Imagepflege des germanophilen Himmler.<br \/>\nP\u00f6hlmann und Raabe haben also ganz offensichtlich recherchiert, das Ergebnis aber nicht f\u00fcr ausreichend zweckdienlich befunden, weshalb sie daraufhin beschlossen, ihre SS-Story einfach frei zu erfinden!<\/p>\n<p>Dass die abschlie\u00dfende \u201eDefinition\u201c von \u201e<em>Asatr\u00fa-Spritualit\u00e4t<\/em>\u201c ebenfalls eher eine ideologisch inspirierte Pauschalisierung denn eine faktenorientierte Einsch\u00e4tzung ist, will ich nur noch der Vollst\u00e4ndigkeit halber erw\u00e4hnt haben.<\/p>\n<p>Nun ist die Frage: WAS SOLL DAS?<br \/>\nUnd warum ist es diesen beiden Herren so wichtig, ausgerechnet unser Projekt mit einer derartig perfiden Masche anzugreifen?<\/p>\n<p>Diese Frage werde ich wohl nicht zur G\u00e4nze kl\u00e4ren k\u00f6nnen, allerdings k\u00f6nnte ein Blick auf die sonstige Arbeit dieser beiden \u201eExperten\u201c, denn als solche bezeichnen sich beide, ein wenig Licht auf deren Motivation werfen.<\/p>\n<p>Beginnen wir mit <em>Dr<\/em>. <em>Matthias P\u00f6hlmann<\/em>.<br \/>\nDieser ist studierter Theologe, war als Gemeindepfarrer t\u00e4tig und arbeitet derzeit hauptberuflich als \u201eBeauftragter f\u00fcr Sekten- und Weltanschauungsfragen der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Bayern\u201c.<br \/>\nEr selbst bezeichnet sich gern als \u201eWeltanschauungsexperte\u201c.<br \/>\nNeben seiner Arbeit f\u00fcr die Kirche bet\u00e4tigt sich P\u00f6hlmann als Buch-Autor zu folgenden Themen: Esoterik, Okkultismus, Spiritismus, Satanismus, aber auch Freimaurerei und, nat\u00fcrlich, Weltanschauungsfragen.<br \/>\nBisher war es mir nicht verg\u00f6nnt mich mit einem seiner Werke zu besch\u00e4ftigen, entsprechende Kritiken im Netz legen allerdings nahe, dass er in diesen Bereichen nicht unbedingt zur Oberliga geh\u00f6rt.<br \/>\nDaf\u00fcr ist er Fachmann f\u00fcr die Geschichte der \u201eApologetischen Centrale\u201c, f\u00fcr dessen Nachfolgeorganisation er auch aktuell arbeitet.<br \/>\nDiese wurde 1921 vom \u201eCentralausschu\u00df f\u00fcr die Innere Mission der Deutschen Evangelischen Kirche in Berlin\u201c gegr\u00fcndet, mit dem Zweck, \u201edie Aktivit\u00e4ten religi\u00f6ser Bewegungen zu beobachten\u201c.<br \/>\nWelchem Zweck die \u201eBeobachtung religi\u00f6ser Bewegungen\u201c dienen soll, entzieht sich meiner Kenntnis, die Erw\u00e4hnung der \u201eMission\u201c legt jedoch nahe, dass sowohl \u201eCentralausschu\u00df\u201c, als auch die Nachfolgeorganisation zumindest indirekt \u201edie Verbreitung des christlichen Glaubens\u201c (Def. &#8218;Mission&#8216;) zum Ziel haben.<\/p>\n<p>Dies ist also die Faktenlage zu Herrn P\u00f6hlmann.<br \/>\nInwieweit diese Vita ihn zu einem \u201eExperten f\u00fcr Weltanschauungsfragen\u201c macht oder ihn dazu qualifiziert als Referent zum Thema \u201eNeopaganismus und Rechtsextremismus\u201c eingeladen zu werden, ist eine Frage, deren Antwort mich dringend interessiert.<\/p>\n<p>Vorab m\u00f6chte ich eines betonen: Ich toleriere und achte die meisten mir bekannten religi\u00f6sen Vorstellungen dieses Planeten und zwar trotzdem ich in einem atheistisch gepr\u00e4gten Umfeld aufgewachsen bin \u2026 aus dieser Perspektive heraus stellt sich mir aber nat\u00fcrlich die berechtigte Frage, ob der Angeh\u00f6rige und offizielle Vertreter einer religi\u00f6sen Sekte, denn nichts anderes sind de facto auch die christlichen Kirchen in Deutschland, der zudem mindestens einen gef\u00fchlten Missionsauftrag hat, der richtige Ansprechpartner ist, wenn es um eine sachlich-neutrale Beurteilung anderer religi\u00f6ser Str\u00f6mungen geht.<\/p>\n<p>Ich m\u00f6chte jetzt auf keinen Fall falsch verstanden werden, aber wir haben es mit einem Mann zu tun, der an ein Buch glaubt, welches er von Gott geschrieben oder zumindest diktiert w\u00e4hnt. Ein Buch, welches an Fantastik wohl so gut wie jedes M\u00e4rchenbuch dieser Welt in den Schatten stellt.<br \/>\nDiese Quelle seines Glaubens wurde aber erwiesenerma\u00dfen nicht von Gott, sondern von Menschen verfasst und dies sicher nicht ohne Kalk\u00fcl, und in den folgenden Jahrhunderten wurde es unz\u00e4hlige Male umgeschrieben und verf\u00e4lscht, je nach Zeitgeist, Gusto und gew\u00fcnschtem Effekt. Wieder von Menschen nat\u00fcrlich und, wie gesagt, wieder mit dem Kalk\u00fcl einen bestimmten Effekt damit zu erzielen, der nat\u00fcrlich in erster Linie darauf abzielte diversen Interessen zu n\u00fctzen \u2026 Interessen von Menschen die im Mittelalter lebten, wohlbemerkt.<\/p>\n<p>Die alles entscheidende Frage ist jedoch nicht, ob oder wie zeitgem\u00e4\u00df die Bibel und der christliche Glaube sind, sondern diejenige, inwieweit ein Mann, der an die M\u00f6glichkeit einer Schwangerschaft ohne Zeugungsvorgang im Jahre Null (!), an magische Reanimationen und dergleichen glaubt und der sich zudem einer missionarischen Verbreitung des eigenen Glaubens verpflichtet f\u00fchlt, zu einer realistischen und wertfreien Einsch\u00e4tzung alternativer Religionsformen f\u00e4hig ist, bzw. sein will.<br \/>\nIch halte ihn in oben genanntem Kontext jedenfalls f\u00fcr eine Fehlbesetzung und in unserem speziellen Fall ist er das ganz eindeutig.<\/p>\n<p>Herr Dr. P\u00f6hlmann behauptet in seiner Selbstdarstellung: \u201eIn meinen Analysen und Bewertungen st\u00fctze ich mich auf Quellenmaterial, interne und externe Literatur, Fachpublikationen (auch interdisziplin\u00e4r), Erfahrungsberichte Betroffener, Internet-Recherchen und eigene Feldforschung.\u201c<br \/>\nDem kann ich anhand des vorliegenden Beispiels \u201eHeidendorf Gannahall\u201c in allen Punkten widersprechen.<br \/>\nVielleicht ist der Grund seines Versagens aber auch in der von ihm postulierten \u201cPerspektive eines christlichen Wirklichkeitsverst\u00e4ndnisses\u201c zu suchen, aus der heraus der \u201eWeltanschauungsexperte\u201c die Welt anschaut \u2026 oder aber, sein Titel und das damit verbundene Image sollten lediglich der Legitimation seines Mitreferenten Raabe dienen, der n\u00e4mlich, wer h\u00e4tte das gedacht, als Referent in Sachen \u201eNeopaganismus\u201c gleich gar keine Expertise vorzuweisen hat.<\/p>\n<p><em>Jan Raabe<\/em> ist n\u00e4mlich in erster Linie studierter Sozialp\u00e4dagoge und avancierte seit den 1990er Jahren vom \u201eMusikexperten\u201c zum \u201eRechtsrockexperten\u201c und schon kurz darauf lie\u00df er sich den deutlich wichtiger klingenderen Titel \u201eRechtsextremismusexperte\u201c verleihen, bzw. verlieh ihn sich selbst.<br \/>\nBestimmt kann man sich auch ohne ein Studium der Musik das n\u00f6tige Hintergrundwissen aneignen um als \u201eExperte\u201c auf diesem Gebiet durchzugehen, aber schon auf dem Gebiet des \u201eRechtsrock\u201c d\u00fcrfte sich ein echtes Expertentum eher schwierig gestalten, weil solche Strukturen Au\u00dfenstehenden in der Regel nicht ohne weiteres zug\u00e4nglich sind und Raabe als Szenefremdem somit lediglich Second Hand-Informationen zur Verf\u00fcgung st\u00fcnden.<br \/>\nUm allerdings im noch deutlich komplexeren Spektrum des Rechtsextremismus zum Experten zu werden, sollte man, sofern man kein Aussteiger oder ehemaliger V-Mann ist, zumindest als investigativer Journalist eine l\u00e4ngere Zeit undercover in dieser Parallelwelt verbracht haben.<\/p>\n<p>Aber Qualifikationen scheinen ja im Zeitalter des Postfaktischen generell unn\u00f6tig zu sein.<br \/>\nWissen ist out, der blo\u00dfe Glaube an etwas ist ausreichend.<br \/>\nDies ist \u00fcbrigens nicht die einzige Eigenschaft, die Raabe mit seinem christlichen Mitreferenten P\u00f6hlmann teilt.<br \/>\nAuch die journalistische Arbeit, also all das l\u00e4stige Recherchieren, mit all den m\u00f6glicherweise unspektakul\u00e4ren Ergebnissen, ist offenbar nicht so sein Ding.<\/p>\n<p>Ob Raabe f\u00fcr seine favorisierten Themen, wie Rechtsrock oder auch Feminismus ein wenig akribischer arbeitet als in unserm Fall, kann ich leider nicht beurteilen, doch w\u00e4re dies w\u00fcnschenswert, weil sich zumindest seine Beitr\u00e4ge in \u201eAntifaschistischen Zeitungen\u201c und Netzpr\u00e4senzen einer gr\u00f6\u00dferen Leserschaft erfreuen.<br \/>\nSeine sonstigen Publikationen jedenfalls, vor allem sein Buch \u00fcber den \u201eRechtsrock in Th\u00fcringen\u201c m\u00fcssen sich sp\u00e4testen seit der Ausstrahlung der ARD-Dokumentation \u201eV-Mann-Land\u201c einige Kritik gefallen lassen.<\/p>\n<p>Prinzipiell scheinen P\u00f6hlmann und Raabe sowohl zur Recherche, als auch zu einer halbwegs sachlichen Darstellung f\u00e4hig zu sein. Aus welchem Grund sie dann eine derart haltlose Darstellung zu unserem Projekt ablieferten und dies dann auch noch in einem solchen Kontext, wissen nur die beiden selbst.<br \/>\nIch k\u00f6nnte nun aufgrund der von mir im Netz recherchierten Informationen, die mich, nur mal so nebenbei erw\u00e4hnt, lediglich einige wenige Stunden kosteten, nat\u00fcrlich die wildesten Spekulationen und Verschw\u00f6rungstheorien entwerfen, aber das w\u00fcrde mich mit den beiden Herren auf eine Stufe stellen.<\/p>\n<p>Kurios ist die Konstellation von progressivem Linksaktivisten, als solchen scheint Raabe sich selbst zu sehen, und reaktion\u00e4rem Kirchenmann allemal, aber es w\u00e4re ja nicht das erste Mal in der Geschichte, dass Allianzen unter dem Motto standen: \u201eDer Zweck heiligt die Mittel\u201c oder \u201eDer Feind meines Feindes ist mein Freund\u201c.<br \/>\nKurzsichtig und opportunistisch, falsch zudem, weil wir niemandes Feind sind, aber im Westen Deutschlands offenbar kein Problem, denn dort heiraten unter Umst\u00e4nden selbsternannte Systemkritiker oder Punkrocker auch gerne mal kirchlich oder lassen ihre Kinder ungefragt taufen \u2026 eine Vorstellung, die einem wirklich progressiven Geist nicht im Traum einkommen w\u00fcrde.<br \/>\nDoch dies nur am Rande.<\/p>\n<p>Hiermit h\u00e4tte ich nun meine Beispiele und die zugeh\u00f6rigen Protagonisten vorgestellt und \u00fcberlasse es \u00a0dem Leser dieser Zeilen, diese zu beurteilen.<\/p>\n<p><strong>Au\u00dferdem sollte aus dieser Darstellung zweifelsfrei ersichtlich sein, dass weder der Semnonenbund e.V., noch das Projekt \u201eHistorisches Dorf Gannahall\u201c irgendwelche politischen oder religi\u00f6sen Ziele verfolgen, sondern ausschlie\u00dflich der Vermittlung geschichtlicher Fakten dienen.<br \/>\nPolitische und religi\u00f6se Ansichten der verschiedenen Vereinsmitglieder sind deren Privatsache und haben im Kontext der Vereinsarbeit keine Rolle zu spielen.<br \/>\nDies ist unter anderem in der <em>Vereinssatzung<\/em> festgehalten. Zuwiderhandlungen werden durch interne Regelung entsprechend sanktioniert und f\u00fchren im Wiederholungsfall zum Ausschluss aus dem Verein.<\/strong><\/p>\n<p>Sollten trotzdem noch Fragen offen geblieben sein, steht es Ihnen nat\u00fcrlich frei mich pers\u00f6nlich zu kontaktieren. Schreiben Sie mir unter: <a href=\"mailto:rico.krueger@semnonenbund.de\">rico.krueger@semnonenbund.de<\/a><\/p>\n<p>In den nachfolgenden Zusatz-Kapiteln habe ich mir erlaubt, einige Betrachtungen zu den mutma\u00dflichen ideologischen Hintergr\u00fcnden der diversen Anfeindungen anzustellen.<\/p>\n<p>[\/fusion_text][fusion_text columns=&#8220;&#8220; column_min_width=&#8220;&#8220; column_spacing=&#8220;&#8220; rule_style=&#8220;default&#8220; rule_size=&#8220;&#8220; rule_color=&#8220;&#8220; class=&#8220;&#8220; id=&#8220;&#8220;]<\/p>\n<h1 style=\"text-align: center;\"><u><br \/>\nZusatzkapitel 1: \u201eDie Germanen\u201c ein historisches \u201eProblem\u201c?<\/u><\/h1>\n<p>Ich denke, wir sind uns dar\u00fcber einig, dass Niemand alles gut, richtig oder gut finden muss was ein Anderer macht. Nicht einmal Verst\u00e4ndnis muss man f\u00fcr alles haben. Eines allerdings sollte jedoch in jeder zivilisierten Gesellschaft Gesetz sein, ob geschrieben oder nicht, und das ist die Toleranz.<\/p>\n<p>Toleranz ist nicht nur unverzichtbar f\u00fcr das soziale Miteinander, sondern macht mitunter sogar ein gewisses Verst\u00e4ndnis m\u00f6glich. Im Idealfall jedenfalls.<\/p>\n<p>Nun ist eben diese Toleranz gar in unserem Grundgesetz verankert und es gibt unz\u00e4hlige Menschen, Gruppen und Institutionen, die sich um eben diese Toleranz und deren Erhalt in unserer Gesellschaft mehr oder weniger verdient machen. \u201eMehr oder weniger\u201c bedeutet in diesem Zusammenhang, dass es unter den Toleranzverfechtern Protagonisten und ganze Gruppierungen von Menschen gibt, die als Verfechter von Meinungsfreiheit und Toleranz auftreten, oftmals jedoch selbst \u00fcber eine eher begrenzte Toleranz verf\u00fcgen und f\u00fcr Meinungsfreiheit nur so lange einstehen, wie ihre eigene Meinung vertreten wird. Doch das hatten wir schon.<\/p>\n<p>Ich wei\u00df, einem Au\u00dfenstehenden wird nicht sofort einleuchten, wie die Darstellung einer geschichtlichen Epoche und ein historischen Dorf derart zur Zielscheibe werden k\u00f6nnen, dass ein solcher Text zur Erkl\u00e4rung vonn\u00f6ten ist.<br \/>\nAlso was ist es, das den modernen deutschen Bildungsb\u00fcrger dazu veranlasst, objektive Betrachtung und sachliche Argumentation fahren zu lassen?<\/p>\n<p>Was ist das urs\u00e4chliche Problem, was ist die Grundlage f\u00fcr die Energie, die von einigen Mitmenschen aufgebracht wird, uns und unser Projekt derart zu diskreditieren?<\/p>\n<p>Ich pr\u00e4sentiere: Die historischen Germanen!<br \/>\nGemeint sind diejenigen sprachlich und kulturell miteinander verwandten St\u00e4mme und Volksgruppen, die Julius Caesar kurz vor Beginn der Zeitrechnung unter dieser Bezeichnung zusammenfasste und deren Name noch heute zur groben Beschreibung einer ur- bis fr\u00fchgeschichtlichen Kulturepoche in Mittel- und Nordeuropa verwendet wird \u2026 aber das wissen Sie sicherlich selbst, denn es geh\u00f6rt zum Allgemeinwissen.<\/p>\n<p>Kopfsch\u00fctteln?<br \/>\nNein, ganz im Ernst, die Rede ist von pr\u00e4historischen Menschen\u2026!<br \/>\nSollten Sie mit Fachbegriffen nicht viel anfangen k\u00f6nnen:\u00a0 \u201ePr\u00e4historisch\u201c hei\u00dft so viel wie gaaanz alte Geschichte.<br \/>\nDie sogenannten Germanen bev\u00f6lkerten in einem (groben) Zeitfenster von 500 vor, bis 500 nach Beginn der Zeitrechnung (ebenso grob umrissen) vor allem das Gebiet des heutigen Deutschland. Davor und danach spricht man nicht mehr von \u201eGermanen\u201c.<br \/>\nGenerell wird heute von einigen Fachleuten und manchen die sich f\u00fcr Solche halten, versucht, eher \u201eunverf\u00e4ngliche\u201c Bezeichnungen zu verwenden, die die M\u00f6glichkeit einer ethnischen Zuordnung ausklammern oder eine solche bedeutungslos machen sollen.<br \/>\nDie Frage nach dem Warum ist Teil \u201edes Problems\u201c, wie sich zeigen wird.<\/p>\n<p>Nehmen wir einmal an, die Germanen w\u00e4ren wirklich vor 1500 Jahren ausgestorben. Wir haben es also mit Menschen und Kultur(en) zu tun, die vor so langer Zeit existierten, dass es \u00fcberhaupt an ein Wunder grenzt, dass man heute noch von ihnen wei\u00df \u2026 und obwohl sie zu unseren direkten Vorfahren geh\u00f6ren, waren sie kulturell und weltanschaulich so verschieden von uns, dass auch in diesen Bereichen ein Einfluss auf den modernen Menschen undenkbar scheint.<br \/>\nAls einzige offensichtliche Parallele k\u00f6nnte man die Gesellschaftsform anf\u00fchren, denn auch die historischen Germanen waren gl\u00fchende Verfechter der Demokratie, wenngleich deren gew\u00e4hlte Volksvertreter einst auch wirklich die Interessen des Volkes vertraten und bei Zuwiderhandlung mit ernsten Konsequenzen zu rechnen hatten, was im modernen Deutschland bekannterma\u00dfen eher nicht der Fall ist.<\/p>\n<p>Ansonsten bleibt die Feststellung, dass wir den germanischen St\u00e4mmen der so genannten V\u00f6lkerwanderungszeit im Groben jenes Europa zu verdanken haben, wie wir es auch heute noch kennen und bev\u00f6lkern.<\/p>\n<p>Auch die Recherche nach besonders negativen Eigenschaften unserer Vorfahren bleibt bei objektiver Betrachtung erfolglos. Sie waren sicherlich keine Pazifisten, aber auch nicht kriegerischer oder grausamer als andere zeitgen\u00f6ssische V\u00f6lkerschaften.<br \/>\nVerglichen mit dem Expansionsdrang des r\u00f6mischen Imperiums, dessen gesamte Existenz auf Krieg und Ausbeutung basierte oder den unglaublichen Gewaltexzessen im christlichen Europa sp\u00e4terer Jahrhunderte, wirken sie regelrecht harmlos.<\/p>\n<p>Objektiv betrachtet, haben die historischen Germanen zu dem was ich als \u201eProblem\u201c bezeichne, auch wirklich \u00fcberhaupt nichts beigetragen.<br \/>\nGenaugenommen ist dieses Problem nicht einmal ein echtes, sondern vielmehr ein fiktives Problem.<br \/>\n\u201eStellvertreter- oder Alibiproblem\u201c k\u00f6nnte man es nennen und in Wahrheit soll es von ganz anderen Problemen ablenken. Es geht nicht um pr\u00e4historische Menschen oder Kulturen, sondern um die j\u00fcngere deutsche Geschichte, sowie deren \u201eAufarbeitung\u201c \u2026 vor allem aber geht es um das Hier und Jetzt.<br \/>\nEs geht um Ideologie, um Missbrauch, um Verdr\u00e4ngung, um verzerrte Wahrnehmung von Realit\u00e4t und Vergangenheit, um berechtigte Bedenken, irrationale \u00c4ngste und eine zum Selbstl\u00e4ufer gewordene Manipulation der \u00f6ffentlichen Meinung.<br \/>\nDas Problem sind nicht \u201edie Germanen\u201c, sondern ihr Andenken und der Umgang damit.<\/p>\n<p>Und genau da liegt der Hase im Pfeffer.<\/p>\n<p>Es ist unsere \u201ehistorische Darstellung\u201c der havell\u00e4ndischen Regionalgeschichte, also der germanischen Semnonen, die von einigen unserer Zeitgenossen als problematisch empfunden wird.<\/p>\n<p>Sicherlich ist dies vor allem ein fachlich anspruchsvolles Hobby, welches unter Umst\u00e4nden geeignet ist aus dieser Richtung kritisch be\u00e4ugt zu werden.<br \/>\nBezeichnender Weise jedoch wehte der Wind anfangs kaum bis gar nicht aus dieser Richtung, obwohl\u00a0 vor allem in der Anfangsphase durchaus Kritikpotential vorhanden gewesen w\u00e4re.<\/p>\n<p>Ein H\u00f6chstma\u00df an Aufmerksamkeit wurde uns jedoch von dem Augenblick an zuteil, in dem wir beschlossen, f\u00fcr die Darstellung unseres bevorzugten Geschichtsabschnittes einen festen Rahmen zu schaffen \u2026 ein historisches Dorf des ersten bis zweiten nachchristlichen Jahrhunderts.<\/p>\n<p>Pl\u00f6tzlich waren sie da, die Mutma\u00dfungen, Vorw\u00fcrfe und Unterstellungen.<\/p>\n<p>Der Grund?<br \/>\nDer ideologische Missbrauch des Germanenthemas zur Zeit der NS-Diktatur in Deutschland.<\/p>\n<p>[\/fusion_text][fusion_text columns=&#8220;&#8220; column_min_width=&#8220;&#8220; column_spacing=&#8220;&#8220; rule_style=&#8220;default&#8220; rule_size=&#8220;&#8220; rule_color=&#8220;&#8220; class=&#8220;&#8220; id=&#8220;&#8220;]<\/p>\n<h1 style=\"text-align: center;\"><u><br \/>\nZusatzkapitel 2: Politisierte Geschichte \u2013 Die Germanen als Missbrauchsopfer der NS-Ideologie<\/u><\/h1>\n<p>Obwohl kaum vorstellbar ist, dass es in diesem Land jemanden gibt dem dieses Thema g\u00e4nzlich unbekannt ist, unternehme ich zum besseren Verst\u00e4ndnis einen kurzen, grob gehaltenen Ausflug in die j\u00fcngere deutsche Geschichte (<em>ausf\u00fchrlicher beschrieben finden sie dieses Thema <strong>hier<\/strong><\/em>).<\/p>\n<p>Als die Reichseinigung im vorletzten Jahrhundert die Kleinstaaterei in Deutschland endg\u00fcltig beendete, wurde dieses Ereignis von einem neuen Ph\u00e4nomen begleitet, welches in vielen anderen Staaten schon vorhanden war und dort als selbstverst\u00e4ndlich betrachtet wurde: das Nationalbewusstsein.<br \/>\nHierbei handelt es sich in erster Linie wohl um ein emotionales Ph\u00e4nomen und alle Emotionen haben dieselbe Schw\u00e4che, sie lassen sich nur schwer kontrollieren, daf\u00fcr aber hervorragend missbrauchen.<br \/>\nUnd so kam es ja bekanntlich auch hier.<br \/>\nSp\u00e4testens nach dem f\u00fcr alle Beteiligten unr\u00fchmlichen Ende des 1. Weltkrieges, in dessen Folge die vermeintlichen Sieger das vermeintlich besiegte Deutschland mit einer, f\u00fcr diese Zeit unglaublichen politischen Unversch\u00e4mtheit behandelten und ausbeuteten, legten diese auch den Keim f\u00fcr die nationalistischen Ausw\u00fcchse der folgenden Jahre, die in der Machtergreifung der sogenannten Nationalsozialisten gipfelte.<br \/>\nIn deren Ideologie standen sich in einer kruden Mischung Sozialphilosophie, Hochtechnologie und wahnwitzige Rassentheorien, sowie ein esoterisch verbr\u00e4mter Ahnenkult gegen\u00fcber.<br \/>\nAhnen- und Rassekult verschmolzen miteinander und als Legitimation des Ganzen mussten die zu den \u201egemeinsamen Vorfahren aller Deutschen\u201c erkl\u00e4rten Germanen herhalten.<\/p>\n<p>Die historischen, vorchristlichen Germanen waren jedoch in fast jeder Hinsicht das genaue Gegenteil des NS-Regimes und dennoch &#8211; oder gerade deshalb &#8211; wurde ihre Geschichte nicht nur missbraucht, sondern angepasst, verbogen, verkl\u00e4rt und ihre kulturelle Bedeutung teilweise derart grotesk \u00fcberh\u00f6ht, dass das damalige Germanenbild in vielen Bereichen aus mehr Fiktion als aus Fakten bestand. Zudem wurde gemischt, was das Zeug hielt\u2026vom Ende der Steinzeit in Mitteleuropa, bis in das fr\u00fche Mittelalter der Wikinger, wurde so gut wie alles \u201egermanisiert\u201c.<\/p>\n<p>Nach dem Ende des so genannten Nationalsozialismus haftete dieser Missbrauch leider wie ein Stigma an allem was mit den Germanen zu tun hatte. Selbst die seri\u00f6se wissenschaftliche Arbeit an diesem Thema wurde nicht selten kritisch bis misstrauisch beargw\u00f6hnt &#8211; dies war besonders in der ehemaligen DDR der Fall &#8211; und hat sich bis heute offenbar nicht v\u00f6llig gegeben.<\/p>\n<p>Einigerma\u00dfen bizarr mutet in diesem Zusammenhang an, dass nicht nur die alliierten Siegerm\u00e4chte, sondern auch die offiziell um \u201eintensive Aufarbeitung\u201c bem\u00fchten Nachfolgestaaten des sogenannten tausendj\u00e4hrigen Reiches, eigentlich sofort und wie selbstverst\u00e4ndlich all jene \u201en\u00fctzlichen Errungenschaften\u201c aus NS-Forschung und -Technik \u00fcbernahmen, sie weiterentwickelten und diese in vielen F\u00e4llen gar bis heute nutzen.<br \/>\nEgal ob Medikamente, Therapien, Autobahnen, Fahrzeug-, Flugzeug- oder Raketentechnik \u2026 in allen Bereichen wurde dankbar geerbt und profitiert, von \u201eAufarbeitung\u201c, Distanzierung oder gar \u00c4chtung in diesen Bereichen keine Spur\u2026 obwohl so gut wie alle diese Erfindungen und Errungenschaften, wie fortschrittlich sie einst auch gewesen sein und wie n\u00fctzlich sie uns heute auch immer noch erscheinen m\u00f6gen, auf irgendeine Weise mit dem Leid und dem Leben von Menschen bezahlt wurden!<\/p>\n<p>Wie grotesk mutet vor diesem Hintergrund dagegen der latent erhobene Zeigefinger in Bezug auf \u201edie Germanen\u201c an, gerade so als ginge von diesem Thema irgendeine unbekannte Gefahr aus.<\/p>\n<p>Die historischen Germanen jedoch haben im letzten Jahrhundert niemanden get\u00f6tet, was man von der deutschen Wirtschaft und vielen ihrer heute noch existierenden deutschen Firmen beim besten Willen nicht behaupten kann. Doch warnt heute niemand\u00a0 vor Medikamenten von Bayer, der Pizza von Dr. Oetker, dem Kauf eines BMW oder einer Kontoer\u00f6ffnung bei der Deutschen Bank, obwohl all diese Firmen direkt oder indirekt f\u00fcr den Tod zehntausender Juden und Zwangsarbeiter mitverantwortlich sind.<br \/>\nDie ideologisch instrumentalisierten Germanen hingegen, denen sowohl Faschismus, als auch Rassismus v\u00f6llig fremd waren, wird mit der \u00c4chtung ihrer Symbolik und Kultur eine Art Mitschuld unterstellt\u2026?!<\/p>\n<p>Seien wir ehrlich, wie verantwortlich k\u00f6nnen Menschen, die vor 2000 Jahren lebten und deren Lebensalltag, ihr Weltbild oder ihr Glauben, wohl f\u00fcr die oben geschilderten Geschehnisse des letzten Jahrhunderts zu machen sein?<br \/>\nGenau, gar nicht \u2026 genauso wenig wie die nordamerikanischen Ureinwohner Schuld sind an den v\u00f6lkerrechtswidrigen Angriffskriegen der USA, auch wenn deren Hightech-Waffen dreimal indianische Namen tragen.<\/p>\n<p>Doch im \u201eZeitalter des Postfaktischen\u201c sind Argumente und Logik ja generell nicht besonders angesagt, daf\u00fcr scheinen sich bizarre Weltbilder wachsender Beliebtheit zu erfreuen.<\/p>\n<p>Ich wei\u00df nicht ob ich belustig oder besorgt sein soll, wenn ich das zweifelhafte Vergn\u00fcgen genie\u00dfe,\u00a0 mir erkl\u00e4ren zu lassen, in \u201eden Deutschen\u201c &#8211; wen auch immer das meint &#8211; stecke \u201edas B\u00f6se\u201c, \u201edie Germanen und ihre Symbole\u201c w\u00e4ren \u201edie ideologischen Wegbereiter des Nationalsozialismus\u201c gewesen, \u201eweshalb der Umgang mit diesem Thema zu vermeiden w\u00e4re\u201c oder auch die sich offenbar wachsender Beliebtheit erfreuende Idee, die Germanen h\u00e4tte es nie gegeben und sie w\u00e4ren \u201eeine Erfindung der Nazis\u201c gewesen!<\/p>\n<p>Ich wei\u00df, das alles klingt erst einmal sehr erheiternd, die betreffenden Personen jedoch meinen solchen Schwachsinn in der Regel absolut ernst \u2026 und, wer h\u00e4tte das gedacht, hier schlie\u00dft sich ganz unvermittelt der Kreis zu den esoterisch angehauchten Rassetheorien des NS-Faschismus, denn wie definiert man denn zum Beispiel \u201eden Deutschen\u201c? \u00dcber seine Abstammung oder seinen Geburtsort?<br \/>\nSiehe da, schon ist man bei \u201eBlut und Boden\u201c angekommen \u2026 das Ganze noch ein wenig garniert mit \u201eKollektivschuld\u201c und ein paar \u201eSymbolen die das B\u00f6se transportieren\u201c und voila, die braune Suppe ist fertig, nur halt in gr\u00fcn.<\/p>\n<p>Kurzum, Symbole sind genauso wenig \u201eb\u00f6se\u201c oder \u201egut\u201c wie Menschen. Bei Menschen allerdings l\u00e4sst ihr Tun sich bewerten \u2026 und Jemand, der sich der Argumentation von NS-Propaganda bedient, muss sich eine solche Bewertung auch gefallen lassen.<br \/>\nEine Bewertung von Menschen jedoch, aufgrund dessen was sie sind oder wo sie herkommen ist, genau, rassistisch\u2026!<br \/>\nEs mutet, gelinde gesagt, merkw\u00fcrdig an, derart argumentieren zu m\u00fcssen gegen\u00fcber Menschen, die eine antifaschistisch-antirassistische Attit\u00fcde vor sich hertragen.<\/p>\n<p>Nebenbei will ich festhalten, dass \u201edas B\u00f6se\u201c ja wohl auch eine Erfindung der katholischen Kirche ist, die \u00fcbrigens auch in puncto Intoleranz und Verbrechensbilanz sogar den NS-Faschismus noch um einiges \u00fcbertrifft.<br \/>\nWer also in solchen Kategorien, die schon falsch und unzeitgem\u00e4\u00df waren als sie erfunden wurden, denkt und argumentiert, der muss es sich auch gefallen lassen, seine Motivation entsprechend hinterfragen zu lassen.<br \/>\n\u00dcbrigens schlie\u00dft sich hier ein weiterer Kreis, denn verglichen mit den vorchristlichen Germanen taugt die Institution der Kirche deutlich besser als mutma\u00dflicher Prototyp des deutschen Faschismus \u2026 ja selbst als das r\u00f6mische Imperium, das bis heute \u00fcbrigens kaum einer Bewertung unterzogen wurde, obwohl vom \u201eHitlergru\u00df\u201c, \u00fcber \u201eTriumph-Aufm\u00e4rsche, bis hin zum prestigetr\u00e4chtigen Monumentalbau, die Kopien und Parallelen zum sogenannten 3. Reich nicht zu \u00fcbersehen sind.<\/p>\n<p>Abschlie\u00dfen will ich dieses Kapitel mit der simplen und dennoch objektiven Feststellung, dass historischen Germanen als ideologische Wegbereiter des deutschen Nationalsozialismus und seiner Folgeerscheinungen &#8211; klammert man eine esoterische Perspektive einmal aus &#8211; nicht infrage kommen, sondern vielmehr als Opfer des ideologischen Missbrauchs anzusehen sind und als Wiedergutmachung zumindest einen sachlichen Umgang mit ihrem Andenken verdient haben!<\/p>\n<p>[\/fusion_text][\/fusion_builder_column][\/fusion_builder_row][\/fusion_builder_container]<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>[fusion_builder_container hundred_percent=&#8220;no&#8220; equal_height_columns=&#8220;no&#8220; menu_anchor=&#8220;&#8220; hide_on_mobile=&#8220;small-visibility,medium-visibility,large-visibility&#8220; class=&#8220;&#8220; id=&#8220;&#8220; background_color=&#8220;&#8220; background_image=&#8220;&#8220; background_position=&#8220;center center&#8220; background_repeat=&#8220;no-repeat&#8220; fade=&#8220;no&#8220; background_parallax=&#8220;none&#8220; parallax_speed=&#8220;0.3&#8243; video_mp4=&#8220;&#8220; video_webm=&#8220;&#8220; video_ogv=&#8220;&#8220; video_url=&#8220;&#8220; video_aspect_ratio=&#8220;16:9&#8243; video_loop=&#8220;yes&#8220; video_mute=&#8220;yes&#8220; overlay_color=&#8220;&#8220; video_preview_image=&#8220;&#8220; border_size=&#8220;&#8220; border_color=&#8220;&#8220; border_style=&#8220;solid&#8220; padding_top=&#8220;&#8220; padding_bottom=&#8220;&#8220; padding_left=&#8220;&#8220; padding_right=&#8220;&#8220;][fusion_builder_row][fusion_builder_column type=&#8220;1_1&#8243; layout=&#8220;1_1&#8243; background_position=&#8220;left top&#8220; background_color=&#8220;&#8220; border_size=&#8220;&#8220; border_color=&#8220;&#8220; border_style=&#8220;solid&#8220; border_position=&#8220;all&#8220; spacing=&#8220;yes&#8220; background_image=&#8220;&#8220; background_repeat=&#8220;no-repeat&#8220; padding_top=&#8220;&#8220; padding_right=&#8220;&#8220; padding_bottom=&#8220;&#8220; padding_left=&#8220;&#8220; margin_top=&#8220;0px&#8220; margin_bottom=&#8220;0px&#8220; class=&#8220;&#8220; id=&#8220;&#8220; animation_type=&#8220;&#8220; animation_speed=&#8220;0.3&#8243; animation_direction=&#8220;left&#8220; hide_on_mobile=&#8220;small-visibility,medium-visibility,large-visibility&#8220; center_content=&#8220;no&#8220; last=&#8220;no&#8220; min_height=&#8220;&#8220; hover_type=&#8220;none&#8220; link=&#8220;&#8220;][fusion_text columns=&#8220;&#8220; column_min_width=&#8220;&#8220; column_spacing=&#8220;&#8220; rule_style=&#8220;default&#8220; rule_size=&#8220;&#8220; rule_color=&#8220;&#8220; hide_on_mobile=&#8220;small-visibility,medium-visibility,large-visibility&#8220; class=&#8220;&#8220; id=&#8220;&#8220;] Nachtrag vom 20.11.2019 Man mag es kaum glauben, doch es gibt immer noch \u201eAltlasten\u201c des, im Anschluss an diesen Text beschriebenen, \u201eAnti-Gannahall-Propagandafeldzuges\u201c, die, teilweise schon mehrere Jahre alt, sich unserer Wahrnehmung [&hellip;]<\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":0,"parent":12023,"menu_order":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","template":"100-width.php","meta":[],"_links":{"self":[{"href":"http:\/\/www.tiuwari.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/pages\/14950"}],"collection":[{"href":"http:\/\/www.tiuwari.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/pages"}],"about":[{"href":"http:\/\/www.tiuwari.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/types\/page"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"http:\/\/www.tiuwari.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"http:\/\/www.tiuwari.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=14950"}],"version-history":[{"count":5,"href":"http:\/\/www.tiuwari.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/pages\/14950\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":16370,"href":"http:\/\/www.tiuwari.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/pages\/14950\/revisions\/16370"}],"up":[{"embeddable":true,"href":"http:\/\/www.tiuwari.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/pages\/12023"}],"wp:attachment":[{"href":"http:\/\/www.tiuwari.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=14950"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}