{"id":12358,"date":"2017-03-29T15:54:50","date_gmt":"2017-03-29T14:54:50","guid":{"rendered":"http:\/\/www.semnonenbund.de\/?page_id=12358"},"modified":"2017-07-27T10:41:31","modified_gmt":"2017-07-27T09:41:31","slug":"die-semnonen","status":"publish","type":"page","link":"http:\/\/www.tiuwari.de\/index.php\/hintergrund\/die-semnonen\/","title":{"rendered":"Die Semnonen"},"content":{"rendered":"<p>[fusion_builder_container hundred_percent=&#8220;no&#8220; equal_height_columns=&#8220;no&#8220; hide_on_mobile=&#8220;small-visibility,medium-visibility,large-visibility&#8220; background_position=&#8220;center center&#8220; background_repeat=&#8220;no-repeat&#8220; fade=&#8220;no&#8220; background_parallax=&#8220;none&#8220; enable_mobile=&#8220;no&#8220; parallax_speed=&#8220;0.3&#8243; video_aspect_ratio=&#8220;16:9&#8243; video_loop=&#8220;yes&#8220; video_mute=&#8220;yes&#8220; overlay_opacity=&#8220;0.5&#8243; border_style=&#8220;solid&#8220; padding_top=&#8220;20px&#8220; padding_bottom=&#8220;20px&#8220;][fusion_builder_row][fusion_builder_column type=&#8220;1_1&#8243; layout=&#8220;1_1&#8243; spacing=&#8220;&#8220; center_content=&#8220;no&#8220; hover_type=&#8220;none&#8220; link=&#8220;&#8220; min_height=&#8220;&#8220; hide_on_mobile=&#8220;small-visibility,medium-visibility,large-visibility&#8220; class=&#8220;&#8220; id=&#8220;&#8220; background_color=&#8220;&#8220; background_image=&#8220;&#8220; background_position=&#8220;left top&#8220; background_repeat=&#8220;no-repeat&#8220; border_size=&#8220;0&#8243; border_color=&#8220;&#8220; border_style=&#8220;solid&#8220; border_position=&#8220;all&#8220; padding=&#8220;&#8220; dimension_margin=&#8220;&#8220; animation_type=&#8220;&#8220; animation_direction=&#8220;left&#8220; animation_speed=&#8220;0.3&#8243; animation_offset=&#8220;&#8220; last=&#8220;no&#8220;][fusion_text]<\/p>\n<h1 style=\"text-align: center;\"><strong>Die Semnonen in Nauen und im Havelland<\/strong><\/h1>\n<p>[\/fusion_text][fusion_imageframe image_id=&#8220;13162&#8243; style_type=&#8220;none&#8220; hover_type=&#8220;none&#8220; align=&#8220;center&#8220; lightbox=&#8220;no&#8220; linktarget=&#8220;_self&#8220; hide_on_mobile=&#8220;small-visibility,medium-visibility,large-visibility&#8220; animation_direction=&#8220;left&#8220; animation_speed=&#8220;0.3&#8243;]http:\/\/www.gannahall.de\/wp-content\/uploads\/2017\/03\/P1030021-1024&#215;482.jpg[\/fusion_imageframe][fusion_text]<\/p>\n<h1 style=\"text-align: center;\"><strong>\u00a0<\/strong><\/h1>\n<p>Die Fr\u00fchgeschichte des Havellandes, der Mark Brandenburg, ja ganz Ostdeutschlands, ist auch die Geschichte der Semnonen.<br \/>\nUnd dies f\u00fcr eine lange Zeit.<br \/>\nJe intensiver sich Historiker und Arch\u00e4ologen mit ihnen besch\u00e4ftigen, desto \u00e4lter, gr\u00f6\u00dfer und wichtiger scheint dieser, vor wenigen Jahrzehnten in der \u00d6ffentlichkeit noch nahezu unbekannte Germanenstamm zu werden.<br \/>\nDie Urspr\u00fcnge der Semnonen reichen nach aktuellem Forschungsstand bis in die vorr\u00f6mische Eisenzeit, die sogenannte sp\u00e4tere Hallstattzeit (ca. 500 v.d.Z.)&#8230;neueste Funde jedoch, wie das im Fr\u00fchjahr 2017 in Berlin-K\u00f6penick zutage gef\u00f6rderte germanische Grubenhaus datieren diesen Ursprung gar um weitere 100 Jahre, auf ca.600 v.d.Z. zur\u00fcck.<\/p>\n<p>Zu dieser Zeit war an ein r\u00f6misches Imperium noch nicht zu denken und die ewige Stadt verspr\u00fchte noch den Charme eines idyllischen Provinznestes, die Perser beherrschten weite Teile der alten Welt vom indischen Subkontinent im Osten, bis auf den Balkan in Europa und Lybien in Nordafrika und es sollten noch weit \u00fcber 300 Jahre vergehen, bis der erste europ\u00e4ische Superheld, Alexander der Gro\u00dfe in die Annalen der Geschichtsschreibung eingehen sollte.<\/p>\n<p>Die Herrschaft der Semnonen endete, zumindest in der Mark Brandenburg erst im 5.-6. nachchristlichen Jahrhundert, wenngleich schon ab dem 3. Jahrhundert eine allm\u00e4hliche aber stetige Abnahme der Siedlungsdichte zu verzeichnen ist.<br \/>\nAm Ende der sogenannten V\u00f6lkerwanderungszeit war nur noch eine sp\u00e4rliche Restbev\u00f6lkerung zur\u00fcckgeblieben, ja ganz Ostdeutschland scheint nur noch sehr d\u00fcnn besiedelt gewesen zu sein.<br \/>\nAb dem 7. Jahrhundert n.d.Z. begannen von Osten nachr\u00fcckende V\u00f6lkerschaften, heute als \u201cSlawen\u201d bekannt, dieses entstandene Vakuum zu f\u00fcllen.<br \/>\nDie verbliebene germanische Restbev\u00f6lkerung vermischte sich mit den Siedlern und ging schlie\u00dflich in den sich neu bildenden St\u00e4mmen auf.<\/p>\n<p>Die Semnonen k\u00f6nnen also eine \u00fcber tausendj\u00e4hrige Geschichte vorweisen, was selbst im globalen Ma\u00dfstab eine beeindruckende Zeitspanne darstellt.<br \/>\nNicht viele Kulturen der Weltgeschichte k\u00f6nnen auf eine tausendj\u00e4hrige Siedlungskontinuit\u00e4t zur\u00fcckblicken.<\/p>\n<p>Welch ideologischen R\u00fcckenwind der heutige Wissensstand dem Gr\u00f6\u00dfenwahn des \u00e4u\u00dferst germanophilen deutschen Nationalsozialismus verliehen h\u00e4tte, kann heute nur gemutma\u00dft werden&#8230;doch auch ohne diesen hat der politische und rassistische Missbrauch der germanischen Geschichte die Forschungen auf diesem Gebiet um Lichtjahre zur\u00fcckgeworfen und die akribische, oftmals sehr fortschrittliche Arbeit zeitgen\u00f6ssischer Historiker und Arch\u00e4ologen \u00fcber Jahrzehnte hinweg diskreditiert.<br \/>\nEine \u201cGermanisierung des deutschen Ostens durch Albrecht den B\u00e4ren\u201d, eine beleibte NS-Propaganda, jedenfalls kann vor diesem Hintergrund als ideologisch verbr\u00e4mtes M\u00e4rchen angesehen werden.<\/p>\n<p>Doch zur\u00fcck zu den Semnonen.<\/p>\n<p>Selbst Tacitus wusste in seiner ca. 100 n.Ch. entstandenen \u201cGermania\u201d vom \u201c\u00e4ltesten und ehrw\u00fcrdigsten Stamm der Sueben\u201d zu berichten, dessen Ausbreitungsgebiet riesig gewesen und \u201ceinhundert Gaue\u201d umfasst haben soll.<br \/>\nErstaunlich ist, dass sich die Kunde von Alter und Ursprung der Semnonen bis in Taciteische Zeit erhalten hatte, gab es die Semnonen doch zu diesem Zeitpunkt schon mehr als f\u00fcnfhundert Jahre.<br \/>\nEs ist nicht ausgeschlossen, dass Tacitus seine Informationen bez\u00fcglich der Semnonen gar aus erster Hand bezog, denn zumindest w\u00e4hrend seiner Zeit als Senator unter Kaiser Domitian h\u00e4tte er die M\u00f6glichkeit zum Austausch mit semnonischen W\u00fcrdentr\u00e4gern in Rom gehabt, denn Besuche dieser Art sind f\u00fcr die Amtszeit des Domitian \u00fcberliefert.<\/p>\n<p>Bis heute hat sich an der Darstellung des Tacitus nichts ge\u00e4ndert, vielmehr hat die Forschung seine Angaben untermauern k\u00f6nnen.<br \/>\nNoch immer gelten die Semnonen als Kernstamm der so genannten Elbsueben, bzw. Elbgermanen, deren V\u00f6lkerschaften so ziemlich das gesamte Gebiet des heutigen Ostdeutschland besiedelten, dar\u00fcber hinaus noch L\u00e4ndereien jenseits von Elbe und Oder, sowie s\u00fcdlich der ostdeutschen Mittelgebirge.<\/p>\n<p>Zu den \u201cElbgermanen\u201d z\u00e4hlt die Wissenschaft neben den Semnonen und anderen, vor allem die Hermunduren (sp\u00e4ter Th\u00fcringer), Markomannen (sp\u00e4ter Bajuwaren), Quaden (siehe Markomannen) und die verschiedenen sonstigen Sueben oder Sweben, aus denen sp\u00e4ter zum Beispiel auch die Schwaben und die Schweizer wurden.<br \/>\nDie laut Fachmeinung zu den Elbgermanen z\u00e4hlenden Langobarden sind nach eigener Darstellung ihrer \u201cLangobarden-Chronik\u201d hingegen skandinavischer Herkunft, w\u00e4hrend die Sachsen, die gemeinhin nicht dazugez\u00e4hlt werden, sich selbst als Abk\u00f6mmlinge Irmins sahen (Irminsul\/Externsteine), der als Stammvater der Suebischen St\u00e4mme gilt.<\/p>\n<p>Die semnonische Bev\u00f6lkerung scheint insgesamt vergleichsweise wohlhabend gewesen zu sein. So fr\u00f6nten sie \u00fcber die Jahrhunderte hinweg ein offenbar sorgloses Dasein, in dem es an kaum etwas zu mangeln schien, wie uns die Arch\u00e4ologie heute aufzeigt.<\/p>\n<p>Mann kann wohl davon ausgehen, dass die Semnonen ein wichtiges Glied, nicht nur im Handel an der Bernsteinstra\u00dfe, sondern generell im innergermanischen und europ\u00e4ischen waren.<br \/>\nJedenfalls lagen ihre Stammesgebiete genau zwischen den Hauptfundst\u00e4tten des Bernsteins an der nord\u00f6stlichen K\u00fcste der Ostsee, welche die R\u00f6mer bezeichnenderweise \u201cMare Suebicum\u201d, also Suebisches Meer nannten, und den n\u00e4chstgelegenen Abnehmern am r\u00f6mischen Limes im Westen und S\u00fcden.<\/p>\n<p>Die Vielzahl an Funden aus den verschiedensten Teilen der damals bekannten Welt und auch an Bernstein, spricht diesbez\u00fcglich eine beredte Sprache, w\u00e4hrend die herausragende Stellung der Semnonen auch durch antike Aufzeichnungen belegt ist.<\/p>\n<p>Dem r\u00f6mischen Kaiser Domitian jedenfalls schienen die Semnonen derart bedeutend zu sein, dass er mit Masios sowohl einen ihrer K\u00f6nige, als mit Ganna auch eine Seherin und damit eine Repr\u00e4sentantin semnonischer Spiritualit\u00e4t zu sich nach Rom einlud.<br \/>\nEine Ehre, die das sonst eher zur \u00dcberheblichkeit neigende r\u00f6mische Imperium nur wirklich wichtigen B\u00fcndnisgenossen und den Vertretern m\u00e4chtiger Nationen zuteil werden lie\u00df, die man sich gewogen zu machen w\u00fcnschte.<\/p>\n<p>Es ist nicht ausgeschlossen, dass auch die R\u00f6mer in den Semnonen die Herren aller Sueben sahen und sich durch solcherlei Gunsterweisung deren Gewogenheit sichern wollten, hatten sie doch schon seit der gallischen Kriege (des Julius Caesar vielerlei \u201cProbleme\u201d mit Abk\u00f6mmlingen dieses Volkes gehabt und diese in schlechter Erinnerung behalten.<br \/>\nWenn schon ein einziger suebischer F\u00fcrst und Heerk\u00f6nig wie Ariovist (gest. 54 v.d.Z.), pl\u00f6tzlich aus dem Nichts der \u201eGermania Magna\u201c auftauchend, in der Lage war m\u00e4chtige keltische V\u00f6lker zu unterwerfen und sein Gefolge in nur 10 Jahren von 15.000 auf 120.000 zu erh\u00f6hen, wozu musste dann der Mutterstamm oder gar die Gesamtheit dieses riesigen Volkes f\u00e4hig sein?<\/p>\n<p>Eventuell zahlte das Imperium sogar ein regelm\u00e4\u00dfiges Schutzgeld an die Semnonen, damit diese beispielsweise die ebenfalls suebischen Markomannen davon abhielten ins Reichsgebiet einzufallen.<br \/>\nDies k\u00f6nnte eine m\u00f6gliche Erkl\u00e4rung f\u00fcr den verh\u00e4ltnism\u00e4\u00dfig gro\u00dfen Wohlstand der Semnonen im Vergleich mit anderen germanischen St\u00e4mmen ihrer Zeit sein.<\/p>\n<p>An der au\u00dferordentlichen Fruchtbarkeit des Ackerlandes im semnonischen Siedlungsgebiet kann dies jedenfalls nicht gelegen haben, denn erst vor ca. 300 Jahren machte die gezielte Melioration aus dem Wald- und Sumpfland des Havellandes die eintr\u00e4gliche b\u00e4uerliche Kulturlandschaft die wir heute kennen.<br \/>\nTrotzdem war die Region schon vor 2000 Jahren \u00e4hnlich dicht besiedelt wie heute, mit weniger Menschen zwar, dennoch findet sich unter so gut wie jeder heutigen Ortschaft mindestens eine germanische Siedlung.<\/p>\n<p>Die h\u00f6chste Siedlungsdichte wies das Havelland \u00fcbrigens im 1. Jahrhundert v.d.Z. auf.<\/p>\n<p>Eine Besonderheit stellt die Stadt Nauen dar. Auf deren Stadtgebiet, sowie in unmittelbarer Umgebung fanden sich gleich vier germanische Siedlungen aus den ersten nachchristlichen Jahrhunderten, von denen sich drei in Gr\u00f6\u00dfe und Gestalt kaum von zeitgen\u00f6ssisch vergleichbaren semnonischen Siedlungen des Havellandes unterscheiden, die vierte jedoch deutlich hervorsticht und zwar sowohl was die Gr\u00f6\u00dfe, als auch was die Lage angeht.<\/p>\n<p>Auf einem flachen Talsandh\u00fcgel, B\u00e4rhorst genannt, mitten im heute trockengelegten Niederungsgebiet des ehemaligen Peenelaufes wurde in den Jahren 1935-38 ein f\u00fcr diese Region und Zeit eher untypischer Siedlungsbefund zutage gef\u00f6rdert.<br \/>\nIm Vergleich mit den anderen, zeitlich parallel bewohnten Siedlungen der n\u00e4chsten Umgebung sticht zum einen die immense Gr\u00f6\u00dfe der quadratisch angelegten Siedlung mit fast 200 Metern L\u00e4nge hervor, zum anderen verwundert auf den ersten Blick die vergleichsweise ung\u00fcnstige Lage eines derart gro\u00dfen Dorfes, dessen Siedlungsgrund nur unwesentlich \u00fcber dem Wasserspiegel des umliegenden Feuchtgebietes gelegen haben d\u00fcrfte und zumindest im Fr\u00fchjahr einer st\u00e4ndigen Gefahr durch Hochwasser ausgesetzt war.<\/p>\n<p>Trotz dieser Unw\u00e4gbarkeit war die Germanensiedlung von Nauen-B\u00e4rhorst nachweislich gut 100 Jahre lang bewohnt und scheint \u00fcber eine Art eigene Infrastruktur verf\u00fcgt zu haben. So findet sich direkt vor der L\u00e4ngsseite eines ungew\u00f6hnlich gro\u00dfen Langhauses eine ebenfalls untypisch gro\u00dfe Freifl\u00e4che, die einige Historiker als Versammlungsort, einen so genannten \u201eThing-Platz\u201c ansehen.<br \/>\nSolche Thingpl\u00e4tze befanden sich bei den Festlandsgermanen Mitteleuropas jedoch im Regelfall au\u00dferhalb der Ortschaften in speziellen, vermutlich religi\u00f6s, bzw. kultisch-rituell genutzten Arealen und standen zudem allen Bewohnern einer bestimmtenen Region zur Verf\u00fcgung.<\/p>\n<p>Was also bewog die Siedler zur Wahl ihrer Niederlassung und warum findet sich diese gr\u00f6\u00dfte und bev\u00f6lkerungsreichste Ansiedlung nicht auf dem g\u00fcnstigsten Gel\u00e4nde, etwa auf dem heutigen Stadtgebiet Nauens?<\/p>\n<p>Diesbez\u00fcglich gehen die Expertenmeinungen auseinander.<br \/>\nMittlerweile kristallisiert sich die \u201eLangobarden-Theorie\u201c als eine der wahrscheinlichsten heraus.<\/p>\n<p>Schon seit den antiken Chronisten wei\u00df man von der ungew\u00f6hnlichen Siedlungsn\u00e4he, bzw. der Mischsiedlung von Langobarden und Semnonen, sowie anderer elbsuebischer St\u00e4mme.<br \/>\nDies und gewisse kulturelle Gemeinsamkeiten f\u00fchrten schlie\u00dflich zu der g\u00e4ngigen Fachmeinung, bei den Langobarden h\u00e4tte es sich um ein Volk der so genannten \u201eElbgermanen\u201c, also einen den Semnonen verwandten Stamm gehandelt.<br \/>\nNach eigenem Bekunden (siehe \u201eLangobarden-Chronik\u201c) stammen die Langobarden jedoch urspr\u00fcnglich aus Skandinavien, k\u00f6nnen also nicht in Verwandtschaft zu den suebischen V\u00f6lkern stehen.<br \/>\nEs ist also davon auszugehen, dass sich die Langobarden schon im ersten nachchristlichen Jahrhundert auf ihrer Wanderung befanden, welche sie schlie\u00dflich einige Jahrhunderte sp\u00e4ter nach Rom und an die Macht \u00fcber das Imperium f\u00fchrte.<br \/>\nSie d\u00fcrften sich trotz ihrer immensen Bev\u00f6lkerungszahl und Kampfkraft unter den Schutz der noch zahlreicheren und m\u00e4chtigeren Semnonen und ihrer Abk\u00f6mmlinge gestellt haben und hier f\u00fcr den Verlauf von mindestens einhundert Jahren eine sichere Heimat gefunden haben.<\/p>\n<p>Nat\u00fcrlich stand im Wald- und Wasserland der hier lebenden Semnonen kaum noch ad\u00e4quater unbesetzter Siedlungsplatz zur Verf\u00fcgung, was auch eine m\u00f6gliche Erkl\u00e4rung f\u00fcr den Ort der Niederlassung w\u00e4re.<br \/>\nWeitere Indizien f\u00fcr eine nicht einheimische Herkunft der B\u00e4rhorstbewohner sind neben dem an nordgermanische Hallen- bzw. Versammlungsh\u00e4user erinnerndes Langhaus und dem \u201einternen\u201c Thingplatz, auch Funde von Resten des Wandlehmputzes der H\u00e4user, aus welchen einige Forscher eine Wandausfachung in Stabbauweise ablesen wollen, eine Bauweise jedenfalls die ebenfalls eher von nordgermanischen Langh\u00e4usern bekannt ist.<br \/>\nZudem unterschied sich die vorgefundene Keramik derart von den zeitgen\u00f6ssischen T\u00f6pferarbeiten der umliegend siedelnden Semnonen, dass ein nicht einheimischer Ursprung der Siedler mehr als wahrscheinlich ist.<\/p>\n<p>Verf.: Rico Kr\u00fcger<\/p>\n<p>[\/fusion_text][\/fusion_builder_column][\/fusion_builder_row][\/fusion_builder_container]<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>[fusion_builder_container hundred_percent=&#8220;no&#8220; equal_height_columns=&#8220;no&#8220; hide_on_mobile=&#8220;small-visibility,medium-visibility,large-visibility&#8220; background_position=&#8220;center center&#8220; background_repeat=&#8220;no-repeat&#8220; fade=&#8220;no&#8220; background_parallax=&#8220;none&#8220; enable_mobile=&#8220;no&#8220; parallax_speed=&#8220;0.3&#8243; video_aspect_ratio=&#8220;16:9&#8243; video_loop=&#8220;yes&#8220; video_mute=&#8220;yes&#8220; overlay_opacity=&#8220;0.5&#8243; border_style=&#8220;solid&#8220; padding_top=&#8220;20px&#8220; padding_bottom=&#8220;20px&#8220;][fusion_builder_row][fusion_builder_column type=&#8220;1_1&#8243; layout=&#8220;1_1&#8243; spacing=&#8220;&#8220; center_content=&#8220;no&#8220; hover_type=&#8220;none&#8220; link=&#8220;&#8220; min_height=&#8220;&#8220; hide_on_mobile=&#8220;small-visibility,medium-visibility,large-visibility&#8220; class=&#8220;&#8220; id=&#8220;&#8220; background_color=&#8220;&#8220; background_image=&#8220;&#8220; background_position=&#8220;left top&#8220; background_repeat=&#8220;no-repeat&#8220; border_size=&#8220;0&#8243; border_color=&#8220;&#8220; border_style=&#8220;solid&#8220; border_position=&#8220;all&#8220; padding=&#8220;&#8220; dimension_margin=&#8220;&#8220; animation_type=&#8220;&#8220; animation_direction=&#8220;left&#8220; animation_speed=&#8220;0.3&#8243; animation_offset=&#8220;&#8220; last=&#8220;no&#8220;][fusion_text] Die Semnonen in Nauen und im Havelland [\/fusion_text][fusion_imageframe image_id=&#8220;13162&#8243; style_type=&#8220;none&#8220; hover_type=&#8220;none&#8220; align=&#8220;center&#8220; lightbox=&#8220;no&#8220; linktarget=&#8220;_self&#8220; hide_on_mobile=&#8220;small-visibility,medium-visibility,large-visibility&#8220; animation_direction=&#8220;left&#8220; animation_speed=&#8220;0.3&#8243;]http:\/\/www.gannahall.de\/wp-content\/uploads\/2017\/03\/P1030021-1024&#215;482.jpg[\/fusion_imageframe][fusion_text] \u00a0 Die Fr\u00fchgeschichte des Havellandes, der Mark Brandenburg, ja ganz Ostdeutschlands, ist auch die Geschichte der Semnonen. Und dies f\u00fcr eine lange Zeit. Je intensiver sich Historiker und Arch\u00e4ologen mit ihnen besch\u00e4ftigen, desto \u00e4lter, gr\u00f6\u00dfer und wichtiger scheint dieser, [&hellip;]<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"parent":12175,"menu_order":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","template":"","meta":[],"_links":{"self":[{"href":"http:\/\/www.tiuwari.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/pages\/12358"}],"collection":[{"href":"http:\/\/www.tiuwari.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/pages"}],"about":[{"href":"http:\/\/www.tiuwari.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/types\/page"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"http:\/\/www.tiuwari.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"http:\/\/www.tiuwari.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=12358"}],"version-history":[{"count":6,"href":"http:\/\/www.tiuwari.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/pages\/12358\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":13163,"href":"http:\/\/www.tiuwari.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/pages\/12358\/revisions\/13163"}],"up":[{"embeddable":true,"href":"http:\/\/www.tiuwari.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/pages\/12175"}],"wp:attachment":[{"href":"http:\/\/www.tiuwari.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=12358"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}